|
Anläßlich der 66. Filmfestspiele in Venedig veröffentlicht die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle einen ersten Überblick über die Entwicklung der Kinobesucherzahlen in Europa im ersten Halbjahr 2009. Mit geschätzten knapp 348 Mio. verkauften Kinokarten zwischen Januar und Juni 2009 ist die Zahl der Kinobesucher in den fünf großen EU Märkten um 3,8% gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr gestiegen. Den Löwenanteil dieses Wachstums verzeichnen das Vereinigte Königreich, das mit einem beeindruckenden Anstieg um 14,5 % das beste Ergebnis seit sieben Jahren erzielt, und Deutschland (+6,5%) sowie Spanien (+7,9%). Zu den erfolgreichsten Filmen des ersten Halbjahres 2009 gehört Angels and Demons, der es in allen fünf großen Märkten in die Top 10 schaffte und in Deutschland, Spanien und Italien die Charts anführte. Weitere Filme, die in mehreren Ländern in den Top 10 aufscheinen, waren beispielsweise Slumdog Millionaire, The Curious Case of Benjamin Button, Gran Torino und Fast & Furious. Der Rückgang um 4,4% in Frankreich ist auf den außergewöhnlich großen Erfolg von Bienvenue chez les Ch’tis im ersten Halbjahr 2008 zurückzuführen, wobei starke Besucherzahlen im Juli und August den Ganzjahrestrend zum Positiven wenden könnten. Nach Schätzungen der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle
entfallen rund 76% der Kinobesuche in der Europäischen Union auf
Frankreich, das Vereinigte Königreich, Deutschland, Italien und
Spanien. Die Marktentwicklung in diesen fünf Ländern ist üblicherweise
ein guter Indikator für die Entwicklung in Europa insgesamt. Das
Wachstum in diesen Märkten sowie die guten Halbjahreszahlen in
vielen anderen europäischen Ländern, darunter Schweden (+27%),
Polen (+16%), die Niederlande (12,3%), Norwegen (+8,1%) Dänemark
(+7%), die Tschechische Republik (+6,8%), Ungarn (+6,2%), Irland (+1,8%)
und Portugal (+1,3%), lassen den Schluss zu, dass die Zahl der Kinobesuche
im ersten Halbjahr 2009 in Europa trotz der Wirtschaftskrise gestiegen
ist. Tabelle 2: Top 10 Filme in den 5 großen
EU Märkten – Januar bis Juni 2009
Redaktionshinweis
Ansprechpartner
bei der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle:
|