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Pressemitteilung
Straßburg, den 6. Mai 2010

2009 bringt Rekordergebnis an den Kinokassen in der EU, europäische
Filmproduktion weiter im Aufwind |
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Pressemitteilung im

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LUMIERE
Datenbank über
Filmbesucherzahlen |
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EU Bruttoeinspielergebnis
2009 erreicht mit 6,27 Mrd. EUR einen neuen Rekordstand und einen
Zuwachs um 12% gegenüber dem Vorjahr
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Spielfilmproduktion in der EU wächst weiter und erreicht 2009
mit 1.168 Spielfilmen (einschließlich Dokumentarfilmen in Spielfilmlänge)
ebenfalls ein Rekordergebnis
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Europäische Filme erzielen 2009 einen Marktanteil von 26,7%
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An der Spitze der EU Charts stehen Ice Age: Dawn of the Dinosaurs
und Harry Potter

Bruttoeinspielergebnis in der EU erreicht 2009
mit 6,27 Mrd. EUR einen neuen Rekordstand
Ausgehend von den verfügbaren provisorischen Zahlen, schätzt
die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle, dass das Kinobruttoeinspielergebnis
in der Europäischen Union 2009 um 12% gegenüber dem Vorjahr
gestiegen ist und mit insgesamt 6,27 Mrd. Euro einen neuen Höchststand
erreicht hat.
Grund für das gute Ergebnis an den Kinokassen waren zum einen
ein deutliches Wachstum der Kinobesucherzahlen um 6% auf geschätzte
981,1 Mio. verkaufte Kinokarten 2009 und zum anderen ein Anstieg des
durchschnittlichen Ticketpreises, der im Wesentlichen auf Premiumpreise
für 3D-Filme zurückzuführen ist. Die Aussicht auf diese
Mehreinnahmen sowie eine Reihe erfolgversprechender 3D-Blockbuster wie
Ice Age: Dawn of the Dinosaurs, Up oder Avatar,
haben viele Kinobetreiber dazu bewogen, 3D-Projektionssysteme zu installieren.
Dadurch standen 3D-Filmen eine ausreichende große Anzahl von Leinwänden
zur Verfügung um ihr Potential ausschöpfen zu können:
alle drei oben genannten Titel haben es 2009 unter die 5 erfolgreichsten
Filme des Jahres geschafft und zusammen europaweit über 86 Mio.
Besucher angezogen.
Der Kinomarkt ist 2009 fast überall in der Europäischen Union
gewachsen. Das Bruttoeinspielergebnis an den Kinokassen ist, gemessen
in Euro, in 21 der 23 EU-Mitgliedstaten gestiegen, für die Zahlen
vorliegen. Einen Rückgang verzeichneten lediglich Irland und Lettland.
Die Zahl der Kinobesucher ist in 20 EU-Märkten gestiegen und nur
in sechs Ländern zurückgegangen. 2009 war auch ein Jahr, in
dem die europäische Kinolandschaft mehr denn je von Blockbustern
geprägt wurde. So ist die Zahl der Filme mit über 5 Mio. Besuchern
von 34 auf 42 und der Marktanteil der Top 100 Filme von 69% auf 75%
angestiegen. Zu den Kinomärkten, die sich 2009 besonders gut entwickelt
haben, gehören Deutschland (+13,1%), Frankreich (+5,7%) und das
Vereinigte Königreich (+5,6%).

Europäische Filmproduktion erreicht erneut
Rekordstand
Die Zahl der Kinofilmproduktionen in der EU ist 2009 erneut gestiegen,
wenn auch nicht mehr so stark, und hat somit den Rekordstand des Vorjahres
übertroffen. Ausgehend von den vorliegenden provisorischen Zahlen,
schätzt die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle die
Gesamtzahl der 2009 in den 27 Staaten der Europäischen Union produzierten
Kinofilme (einschließlich Kinodokumentarfilme) auf 1.168, 28 Filme
mehr als im bisherigen Rekordjahr 2008. Dieses Wachstum geht in erster
Linie auf einen deutlichen Anstieg der Spielfilmproduktionen in Deutschland
zurück, von 96 in 2008 auf 129 in 2009 (+33).
Die Unterschiede in der Methodik der Erfassung von Filmproduktionen in
den einzelnen Ländern machen es sehr schwer, die Auswirkungen bzw.
Nichtauswirkungen der Finanzkrise auf die Gesamtproduktion 2008 und 2009
abzuschätzen. Je nach Land werden beispielsweise Filme entweder im
Jahr der Förderung, im Drehjahr, im Jahr der Fertigstellung oder
in dem Jahr in dem sie in die Kinos gebracht werden erfasst. Da eine eventuelle
Unterfinanzierung in erster Linie noch zu produzierende und weniger bereits
fertig gestellte Filme betreffen würde, bleibt abzuwarten, inwieweit
die europäische Filmproduktion unter der Finanzkrise gelitten hat.
Nichtsdestotrotz legt das Rekordergebnis von 2009 die Vermutung nahe,
dass das europäische Filmförderungssystem einen deutlichen Absturz
der Produktionszahlen verhindert hat.
Insgesamt machten Spielfilme ca. 80% und Kinodokumentarfilme ca. 20%
der gesamten Filmproduktionen in der EU in 2009 aus. Die Zahl der europäischen
Spielfilme stieg von 859 im Jahr 2008 auf 887 im Jahr 2009 (+28) während
die Zahl der Kinodokumentarfilme mit 281 Produktionen stabil blieb. Mit
194 Spielfilmen, darunter 65 Kinodokumentarfilmen, erreicht Deutschland
2009 zum ersten Mal den Spitzenplatz beim Produktionsvolumen, gefolgt
vom früheren Spitzenreiter Frankreich, wo die Zahl der Produktionen
von 196 auf 182 Kinofilme zurückging.

Marktanteil der europäischen Filme rückläufig
Auf der Grundlage der vorliegenden Zahlen schätzt die Europäische
Audiovisuelle Informationsstelle den vorläufigen Marktanteil des
europäischen Films auf 26,7% der Kinobesucher in der Europäischen
Union – ein Rückgang um 1,5 Prozentpunkte gegenüber 2008
und der niedrigste Stand seit 2005. Der Marktanteil der in Europa produzierten
Filme mit großteils US-amerikanischer Finanzierung, darunter Harry
Potter and the Half Blood Prince, war von 4,4% auf 4,2% leicht rückläufig.
Den größten Anteil am Marktwachstum hatten 2009 amerikanische
Blockbuster, die wesentlich dazu beitrugen, dass der Marktanteil von US-Filmen
von 65,6% im Vorjahr auf geschätzte 67,1%, den höchsten Stand
seit 2003, stieg.
Im Gegensatz zu 2008, wo viele europäische Länder Rekord-Marktanteile
nationaler Filme verzeichneten, sank der nationale Marktanteil 2009 in
18 von 23 EU-Staaten, für die Zahlen vorliegen. Nichtsdestotrotz
gab es auch 2009 einige Länder mit außergewöhnlich hohen
Marktanteilen für einheimische Produktionen. Dazu zählen Deutschland,
wo einheimische Filme – angeführt von Wickie und die starken
Männer, Die Päpstin sowie Zweiohrküken
– einen Rekordmarktanteil von 27,4% erreichten, und Schweden, wo
die Zahl der Besucher von einheimischen Kinofilmen insbesondere dank der
Millenium-Trilogie gegenüber dem Vorjahr um 81,5% und der
Marktanteil nationaler Produktionen auf die Rekordmarke von 32,7% stieg.
2009 war auch ein gutes Jahr für spanische Filme, die 22% mehr Besucher
anzogen als im Vorjahr und einen Marktanteil von 16% erreichten.
Auf EU Ebene blieben französischen Filme nach wie vor die Filme
mit den höchsten Besucherzahlen, obgleich deren Marktanteil von 12.1%
in 2008 (dank des unglaublichen Erfolges von Willkommen bei den Sch’tis)
auf 8.7% sank. Auf Platz 2 lagen dank sehr guter Ergebnisse auf dem nationalen
Markt deutsche Filme mit 4,1%, gefolgt von britischen Produktionen, auf
die 3,9% der in der EU verkauften Kinokarten entfielen.

Ice Age 3 an der Spitze der EU-Charts 2009
Mit ca. 40,2 Mio. verkauften Kinokarten stand der 3D-Blockbuster Ice
Age: Dawn of the Dinosaurs an der Spitze der europäischen Charts
2009, gefolgt von Harry Potter and the Half-Blood Prince auf
Platz 2 mit 33.9 Mio. Besuchern. Die zwei Charts Spitzenreiter sind zwei
von insgesamt acht Sequels bzw. Spin-Offs, die es 2009 in die Top-20 schafften.
Drei der Top-5-Filme wurden in 3D produziert und in entsprechenden Kinos
ausgestrahlt: Ice Age 3, Up und Avatar.
Abgesehen vom letzten Harry Potter Film, einer von einem amerikanischen
Studio finanzierte britische Produktion, hat es nur ein europäischer
Film in die Top-20 geschafft. Slumdog Millionaire erreichte über
16 Mio. verkauften Kinokarten Platz 2 der europäischen Filme, gefolgt
vom ersten Teil der Millenium-Trilogie, Män som hatar
kvinnor (Verblendung), von Stieg Larsson, der mit knapp
6,6 Mio. verkauften Kinokarten in der EU der erfolgreichste schwedische
Film seit Beginn der Erfassung der europaweiten Kinobesucherzahlen durch
die Informationsstelle 1996 ist.

| Die Europäische
Audiovisuelle Informationsstelle wird auch
auf dem Filmmarkt in Cannes vertreten sein
Stand Riviera A6, Marché du Film
Palais des Festivals
Tel. +33 (0)4 92 99 32 20
|
Unsere
nächste Pressemitteilung über die Entwicklung des
digitalen Kinos
in Europa erhalten Sie am 12. Mai während des Cannes Filmmarktes. |

Ansprechpartner
für weitere Informationen:
Alison Hindhaugh, Information & Press Officer, E-mail: alison.hindhaugh@coe.int
Telefon: +33 (0)
3 90 21 60 10
- Mobiltelefon in Cannes : +33
(0) 6 84 35 27 43
Detaillierte Informationen entnehmen
Sie bitte dem FOCUS
2010. World Film Market Trends, zusammengestellt von
der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle und veröffentlicht
vom Marché du Film.
Journalisten können sich eine kostenlose FOCUS
Presseausgabe am Stand der Informationsstelle abholen: Stand Riviera A6,
Marché du Film, Palais des Festivals, Tel. +33 (0)4 92 99 32 20.
Redaktionshinweise
Europäische
Audiovisuelle Informationsstelle, Europarat
Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle, gegründet im Dezember
1992 in Straßburg, widmet sich der Erhebung, Auswertung und Veröffentlichung
von Informationen über den europäischen audiovisuellen Sektor. Sie umfasst
als europäische öffentlich-rechtliche Organisation derzeit 36 Mitgliedsstaaten
und die Europäische Gemeinschaft, vertreten durch die Europäische Kommission.
Sie agiert innerhalb des Rechtsrahmens des Europarats und arbeitet mit
diversen Partnern, Berufsverbänden der Industrie und einem Korrespondentennetzwerk
zusammen. Neben Beiträgen zu Konferenzen veröffentlicht die Informationsstelle
in erster Linie ein statistisches Jahrbuch, diverse Newsletter und Berichte.
Hinzu kommen der Aufbau und die Pflege verschiedener Datenbanken sowie
die Bereitstellung von umfassenden Informationen auf ihren Internetseiten
(http://www.obs.coe.int).
Anzahl der in der Europäischen Union produzierten Spielfilme
Eine Abschätzung der Gesamtzahl der in der EU produzierten Spielfilme
ist immer noch schwierig. Gründe hierfür sind im Wesentlichen
zum einen das Risiko, dass Koproduktionen doppelt gezählt werden,
und zum anderen die national unterschiedlichen Verfahren bei der Erfassung
dieser Daten. Berücksichtigt werden Kinofilme in Spielfilmlänge.
Nicht berücksichtigt werden Koproduktionen mit Minderheitsbeteiligung
sowie US-amerikanische und ausländische Koproduktionen im Vereinigten
Königreich. Für einige Länder sind keine separaten Datensätze
für fiktionale und dokumentarische Kinofilme verfügbar.
Marktanteile (Tabelle 3)
Die abgebildeten Marktanteile basieren auf einer Auswertung der Ergebnisse
von Filmen, die 2009 in 22 Mitgliedstaaten der Europäischen Union
gezeigt worden sind. Um derartige Marktanteile berechnen zu können,
muss jeder Film einem einzelnen "Ursprungsland" zugeordnet
werden, was bei internationalen Koproduktionen mitunter schwierig ist.
In diesen Fällen versucht die Informationsstelle, das Land mit
dem größten finanziellen und/oder kreativen Einfluss auf
das Projekt als Ursprungsland zu definieren. Die Informationsstelle
weist seit 2005 Filme bei der Zuordnung des Ursprungslandes gesondert
aus, die in einem oder mehreren Ländern Europas, aber mit finanzieller
Beteiligung aus den USA produziert wurden (durch den Zusatz 'inc' für
"incoming investment"). Es ist allerdings zu beachten, dass
die nachträgliche Verfügbarkeit weiterer Informationen mitunter
zu einer Neuzuordnung des Ursprungslands führen kann und dass das
in der Datenbank LUMIERE angegebene Ursprungsland nicht immer mit den
Angaben nationaler Quellen übereinstimmen muss.
Die in Tabelle 3 dargestellten vorläufigen Marktanteile in der
EU im Jahr 2009 basieren auf den Besucherzahlen der einzelnen Filme,
die in der Datenbank LUMIERE mit Stand vom 27. April 2010 erfasst waren.
Zu diesem Zeitpunkt waren hiermit rund 89% der Kinobesuche in den 22
EU-Staaten abgedeckt, für die Daten verfügbar waren. Auf Grund
einiger Lücken in der Erfassung und Bereitstellung der Daten in
verschiedenen Ländern ist eine 100%ige Abdeckung der Besucherzahlen
derzeit nicht möglich. Hierzu fehlen in LUMIERE noch ergänzende
Angaben für folgende EU-Staaten: Österreich, Belgien, Zypern,
Finnland, Griechenland, Irland, Malta, Litauen, Luxemburg, und Spanien.
Für Griechenland liegen nur die Zahlen für ausländische
europäische Filme vor, so wie sie jedes Jahr vom MEDIA-Programm
entsprechend den von den Verleihern im Rahmen der automatischen Förderung
angegebenen Zahlen veröffentlicht werden.
Europäische Kinoranglisten (Tabellen 4 und 5)
Die in Tabellen 4 und 5 angegebenen paneuropäischen Ranglisten
basieren auf Informationen aus der Datenbank LUMIERE mit Stand vom 27.
April 2010. Diese kostenlos und online verfügbare Datenbank enthält
Angaben zu den Besucherzahlen von in Europa gezeigten Kinofilmen; sie
ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Informationsstelle,
verschiedenen nationalen Spezialquellen und dem MEDIA-Programm der Europäischen
Union. LUMIERE bietet eine nach Ländern aufgeschlüsselte Auswertung
der Besucherzahlen von über 17.700 seit 1996 in Europa erschienenen
Kinofilmen. Für 2009 sind inzwischen Daten aus 22 Ländern,
darunter Daten der größten Märkte der Europäischen
Union, sowie Daten des nordamerikanischen Marktes mit Sonderauswertungen
für den französischsprachigen Markt Quebec verfügbar.
Die in dieser Pressemitteilung angegebenen Ranglisten (Tabellen 4 und
5) beruhen auf den Daten aller EU-Staaten, für die Zahlen vorliegen.
Ansprechpartner
bei der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle:
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André
Lange, Leiter der Abteilung Märkte & Finanzierung
andre.lange@coe.int - Tel:
+33 (0) 3 90 21 60 00
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Die Europäische Audiovisuelle
Informationsstelle
Im Dezember 1992 in Straßburg
eingerichtet, hat die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle
zur Aufgabe, Informationen über den europäischen audiovisuellen
Sektor zu sammeln, aufzubereiten und zu veröffentlichen.
Als öffentliche europäische Einrichtung umfasst sie
derzeit 37 europäische Staaten sowie die Europäische Union, die durch die Europäische Kommission vertreten wird. Die
Informationsstelle ist ein Teil des Europarats und arbeitet mit
diversen Partnern, Berufsverbänden und einem Korrespondentennetzwerk
zusammen. Zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten gehört neben
Konferenzbeiträgen die Erstellung von Publikationen, Datenbanken
und eine umfassende Internetseite: http://www.obs.coe.int |
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