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Pressemitteilungen der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle
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Europäische Kommission

Generaldirektion Kommunikation   

Pressemitteilung

Straßburg, den 15. Oktober 2008

Über 6.500 Fernsehkanäle in der Europäischen Union und in den Beitrittskandidaten (Kroatien und Türkei) 2008 verfügbar

 

Anläßlich der diesjährigen MIPCOM veröffentlicht die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle die neuesten Zahlen zu den europäischen Fernsehmärkten in 29 Ländern. Die Daten sind der MAVISE-Datenbank der Informationsstelle  (http://mavise.coe.int) entnommen, die 2007 für die Generaldirektion Kommunikation der Europäischen Kommission eingerichtet wurde.

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle mit Sitz in Straßburg verzeichnet per 15. Oktober folgenden Stand an Fernsehkanälen in den 27 EU-Märkten zuzüglich Kroatien und der Türkei:

Die Informationsstelle schätzt, dass den Zuschauern in diesen Märkten gegenwärtig circa 6.500 aktive Kanäle zur Verfügung stehen. Diese Schätzung basiert auf derzeit 5.068 in der MAVISE Datenbank enthaltenen Kanälen, sowie geschätzen weiteren 1.500 kleineren, lokalen Kanälen, deren Erhebung noch nicht abgeschlossen ist. Von den 5.068 der in der MAVISE-Datenbank aufgelisteten Kanäle haben 4.663 ihren Sitz in einem der 27 EU-Mitgliedsstaaten oder in den beiden Beitrittskandidaten, 405 stammen aus Drittländern.

Zu den bereits in der MAVISE-Datenbank erfassten 4.663 europäischen Kanälen gehören:

  • 381 landesweite terrestrische Kanäle (mit einer landesweiten Analog- und/oder Digitallizenz)
  • 2.473 landesweite Kanäle, die über Kabel, Satellit oder IPTV ausstrahlen (656 davon haben ihren Sitz in einem Land und sind auf ein oder mehrere andere Länder ausgerichtet)
  • 1.809 regionale und lokale Kanäle (einschließlich Fenster)

Das Vereinigte Königreich ist das Land mit den meisten Fernsehkanälen

Die Analyse der Informationsstelle zur Kanalverteilung (ohne lokale Kanäle) nach Herkunftsland zeigt, dass die mit Abstand meisten Fernsehkanäle im Vereinigten Königreich zu finden sind: 883 gegenüber 300 in Deutschland, 284 in Italien, 252 in Frankreich und 199 in Spanien. Die führende Position des Vereinigten Königreichs ist nicht nur durch die große Anzahl an national ausgerichteten Spartenkanälen, sondern auch durch eine beträchtliche Zahl an Kanälen mit Sitz im Vereinigten Königreich, die auf andere europäische Länder ausgerichtet sind, zu erklären.

Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle / MAVISE

Film und Sport sind die beliebtesten Genres für Spartenkanäle

Die MAVISE-Datenbank ermöglicht darüber hinaus eine statistische Analyse des verfügbaren Kanalspektrums nach Genres. Unter den in Europa 2008 zur Verfügung stehenden Kanälen machen die allgemeinen Kanäle mit einem Angebotsmix unterschiedlicher Programmgenres nach wie vor die größte Gruppe aus: 376 Kanäle dieser Art stehen zur Verfügung.

Filmkanäle stellen das stärkste Genre unter den Spartenkanälen dar (333 Kanäle), gefolgt von Sportkanälen (324 Kanäle), Unterhaltungskanälen (269 Kanäle) und Musikkanälen (238 Kanäle).

Darüber hinaus gibt es 201 Nachrichten- und Wirtschaftskanäle, 189 Kinderkanäle, 135 Dokumentarkanäle, 110 Lifestyle-Kanäle, 103 Homeshopping-Kanäle, 69 Kultur-/Bildungskanäle und 26 Reisekanäle auf dem Markt.


Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle / MAVISE

MAVISE ist eine einzigartige kostenlose Online-Datenbank, die von der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle für die Generaldirektion Kommunikation der Europäischen Kommission entwickelt wurde. Sie bietet einen vollständigen Überblick über alle EU-Fernsehmärkte plus Kroatien und die Türkei. Die MAVISE-Datenbank enthält detaillierte Angaben zu mehr als 4.000 Fernsehgesellschaften sowie eine Aufstellung von über 150 DTT-, Kabel-, Satellit-, IPTV- oder DVB-H-Paketanbieter.

MAVISE bietet ein breites Spektrum an differenzierten Suchmöglichkeiten für Fernsehkanäle nach Kriterien wie Genre, geographische Reichweite, Sprache oder Zielpublikum.

Die MAVISE-Datenbank ist unter http://mavise.obs.coe.int erreichbar.

Methodischer Hinweis

In einer sich stetig wandelnden Fernsehlandschaft müssen wir darauf hinweisen, dass es keine absoluten Zahlen geben kann. Die Untersuchungen und die daraus resultierenden Daten der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle können jedoch als ein recht verlässlicher Überblick über den europäischen Fernsehmarkt betrachtet werden. MAVISE und die darin enthaltenen Daten werden ständig aktualisiert, um so dicht wie möglich an den Entwicklungen dieses außerordentlich komplexen Marktes zu bleiben. Bitte beachten Sie darüber hinaus, dass unterschiedliche Sprachversionen eines Fernsehkanals als separate Kanäle betrachtet werden.

Die Ermittlung der bestehenden Fernsehkanäle erfolgt durch den Vergleich von Daten aus unterschiedlichen Quellen wie den von den Regulierungsbehörden herausgegebenen Lizenzlisten, den Auflistungen von Satelliten (gemäß der Lyngsat-Website), den Auflistungen von Kabel-, IPTV-, DTT- und DVB-H-Betreibern (wie auf deren Websites veröffentlicht), dem Korrespondentennetz der Informationsstelle und der Fachpresse.

Kontaktpersonen:

  • für die Generaldirektion Kommunikation der Europäischen Kommission: Dr Thierry Vissol, Berater - thierry.vissol@ec.europa.eu
  • für weitere Presseinformationen, bitte wenden Sie sich an:
    Alison Hindhaugh, Information & Press Officer, Tel.: (00 33) (0) 3 88 14 44 10 -- E-mail: alison.hindhaugh@coe.int

Die Generaldirektion Kommunikation der Europäischen Kommission

Die Mission der Generaldirektion Kommunikation der Europäischen Kommission ist es:
  • den Bürgern der 27 Mitgliedsstaaten der EU Informationen über die EU-Politik und deren direkte Implikationen für die Bürger zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht unter Benutzung aller entsprechenden Kommunikationswege, wie, z.B. dem Webportal Europa, EuTube und dem Europe Direct Netzwerk;
  • die Berichterstattung insbesondere durch audiovisuelle Medien über europäische Fragen – unter der Berücksichtigung der redaktionellen Unabhängigkeit – zu fördern, um zur Entwicklung einer europäischen öffentlichen Sphäre für demokratische Debatten beizutragen. Um dies zu erreichen, stellt die Kommission Rundfunkanbietern Ton und Bildmaterial, sowohl Live als auch Archivmaterial, als auch technische Mittel mit Hilfe der folgenden Ressourcen zur Verfügung: „Europe by Satellite“, ein Webportal, thematische Sammlungen von Bildern zu aktuellen Themen, audiovisuelle Archive zu Europa (www.ec.europa.eu/avservices) und einen Kalender zu EU-Veranstaltungen. Darüber hinaus initiiert die Kommission Programme, die europäische Themen behandeln, und trägt durch finanzielle Unterstützung zur Entwicklung von europäischen Radio –und Fernsehnetzwerken bei.

Die Europäische Kommission unterstützt Medienvielfalt und redaktionelle Unabhängigkeit.


Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle

Im Dezember 1992 in Straßburg eingerichtet, hat die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle zur Aufgabe, Informationen über den europäischen audiovisuellen Sektor zu sammeln, aufzubereiten und zu veröffentlichen. Als öffentliche europäische Einrichtung umfasst sie derzeit 37 europäische Staaten sowie die Europäische Union, die durch die Europäische Kommission vertreten wird. Die Informationsstelle ist ein Teil des Europarats und arbeitet mit diversen Partnern, Berufsverbänden und einem Korrespondentennetzwerk zusammen. Zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten gehört neben Konferenzbeiträgen die Erstellung von Publikationen, Datenbanken und eine umfassende Internetseite: http://www.obs.coe.int