| Die Publikation
besteht aus den folgenden Beiträgen:
Video-on-Demand: Die rechtlichen
Bande zwischen Geschäftspartnern, Wettbewerbern und
Nutzern
Dieser erste Beitrag fasst die mündlichen Vorträge
eines Workshops zu eben diesem Thema kurz zusammen und
gibt dann eine umfassende Übersicht über die
verschiedenen Diskussionsrunden eines hochrangig besetzten
Expertenkreises (siehe nebenstehende Teilnehmerliste),
in deren Verlauf sich zum Teil recht unterschiedliche
Auffassungen zu den angesprochenen Fragen herauskristallisierten.
Parameter für VoD-Geschäftsmodelle
Dieses Kapitel beleuchtet Struktur und Dynamik des Angebots
an VoD-Diensten in 24 europäischen Ländern.
Dabei werden die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen
Plattformen und Übertragungswege, die prinzipiellen
Anbieter von VoD-Diensten nach ihren bisherigen Marktpositionen
sowie die drei prinzipiellen Geschäftsmodelle aufgezeigt.
YouTube und Plattformen für
nutzergenerierte Inhalte – eine neue Welle?
In diesem Kapitel werden am Beispiel von YouTube rechtliche
Fragen zu einer besonderen Variante von VoD, den Plattformen
für nutzergenerierte Inhalte, erörtert. Nach
einer Kurzübersicht über den Dienst YouTube,
seine Hintergründe und sein Geschäftsmodell,
geht es vor allem um urheberrechtliche Themen, auch vor
dem Hintergrund der Viacom Klage. Diskutiert werden darüber
hinaus Aspekte des Datenschutzes und der Meinungsfreiheit.
Klärung der Urheberrechte
und Rolle der Verwertungsgesellschaften
Dieser Beitrag behandelt drei miteinander verbundene
Aspekte der Nutzung von Werken über VoD-Dienste:
die Klärung von Urheberrechten, auch der Musikverwertungsrechte,
und die Rolle der Verwertungsgesellschaften sowie der
Umgang mit sogenannten verwaisten Werken, d. h. Werken,
deren Rechteinhaber schwer oder gar nicht zu ermitteln
sind.
Lizenzen und Medienfenster
Die Anwendung der Wettbewerbsregeln auf den Mediensektor
ist Gegenstand des vierten Beitrags. Er untersucht den
notwendigen Umfang von VoD-Lizenzen und deren in diesem
Zusammenhang schwierige rechtliche Einordnung. Er thematisiert
die Verortung der VoD-Dienste in der Verwertungskette
(sog. Medienfenster) und Probleme der auf einzelne Länder
beschränkten Lizenzierung im Vergleich zu einer angedachten
europaweiten Lizenzierung.
Die Erfahrungen der Musikindustrie
und deren Übertragbarkeit auf den Filmsektor
In zwei Beiträgen werden die entscheidenden Beziehungen
zwischen den Wettbewerbern auf dem Markt der Musikrechteverwertung
sowie deren Veränderungen durch die Online Auswertung
thematisiert. Auf dieser Basis wird die Frage erörtert,
inwieweit die Filmindustrie die Modelle der Musikindustrie
trotz der bestehenden strukturellen Unterschiede und ganz
verschiedener traditioneller Geschäfts- und Lizensierungsmodelle
übernehmen könnte.
Die sich ändernde Rolle
des Nutzers in der Fernsehrichtlinie
Auf der Basis der soeben in Kraft getretenen Richtlinie
über audiovisuelle Mediendienste und unter dem Blickwinkel
einer sich verändernden Rolle des Nutzers (der zum
„Prosumenten“ mutiert ) nimmt dieser Beitrag
die Rechtfertigung staatlicher Eingriffe in den audiovisuellen
Sektor unter die Lupe. Er untersucht das Bild des Nutzers,
die Art des Eingriffs und neue Fragestellungen, die im
Medienrecht und in der Medienpolitik in Zukunft wahrscheinlich
von Belang sein werden.
Die Position der öffentlich-rechtlichen
Rundfunkveranstalter
Dieser Beitrag fasst die zentralen Forderungen zusammen,
welche die Europäische Rundfunkunion (EBU) angesichts
der unmittelbaren Bedürfnisse der Rundfunkveranstalter
in Bezug auf das Urheberrecht in einem digitalisierten
und globalisierten Umfeld erhebt.
Aktuelle Themen im französischen
Recht
Abschließend werden zwei für den VoD-Markt
hoch relevante Themen aus dem französischen Recht
zusammengefasst: laufende Verfahren gegen Internet-Videoportale
und Industrievereinbarungen und Verpflichtung zur gemeinsamen
Verwaltung. |