Zurück zur Hauptseite
MEDIEN
THEMEN
PRODUKTE / DIENSTE
  
Print Publikationen der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle
English Français Print

 

Zurück zur IRIS Spezial
Hauptseite, ein Klick auf das Bild

IRIS Spezial

Die Suche nach audiovisuellen Inhalten

89 EUR
ISBN 978-92- 871-6560-2
100 Seiten
Ausgabe 2008
  • Vorwort

In den Jahren 1989/90 entwickelte Tim Berners-Lee für das europäische Kernforschungszentrum CERN das World Wide Web. Inzwischen ist es knapp 20 Jahre alt, hat aber die Art und Weise, wie wir mit Informationen umgehen, in einem bislang ungekannten Ausmaß beeinflusst. Das WWW ist zu einem wichtigen Teil des Privat- und Geschäftslebens geworden. Es bietet jedem von uns eine unvorstellbare Vielfalt und Menge von Inhalten, und es enthält die Aufforderung an uns alle, es auch dazu zu nutzen, das von uns Geschaffene mit anderen zu teilen. Das WWW beflügelt unsere Erwartungen an die durch die Suche auffindbaren Informationen; es beeinflusst unsere Gewohnheiten, wie und wo wir nach Inhalten suchen; und es weckt Ängste: Beherrschen wir die Maschine, oder beherrscht sie uns?...

  • Detaillierte Inhaltsangabe hier
Zum Inhalt

Der Workshop

Diese IRIS Spezial ist nach dem bewährten Prinzip entstanden, sachkompetente Persönlichkeiten mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und aus verschiedenen Ländern im Rahmen eines Workshops zusammenzubringen. Vorbereitet wurde der Workshop mit Hilfe einer Reihe von themenspezifischen Beiträgen, die den Hauptteil dieser IRIS Spezial ausmachen. Zusätzlich berichtet der erste Beitrag über den offenen Gedanken- und Erfahrungsaustausch während des Workshops und die durchaus kontroverse Diskussion der durch die themenspezifischen Beiträge aufgeworfenen Fragen. Dabei stand die Regulierbarkeit und die Notwendigkeit der Regulierung häufig im Mittelpunkt.

Technologische Dimension der Suchmaschinen

Dieser Beitrag führt in die grundsätzlichen Funktionsweisen von Suchmaschinen ein. Dabei wird die große Schwäche deutlich, die sich aus dem textgestützten Arbeitsansatz praktisch aller heutigen Suchmaschinen bei der Suche nach nicht-textlichen, audiovisuellen Inhalten ergibt. Andererseits werden die Perspektiven für die Überwindungen dieser Schwäche für Suchen anhand von Bild, Audio- und Videomaterial aufgezeigt und hinsichtlich ihrer konzeptionellen, technischen und wirtschaftlichen Aspekte kommentiert.

Elektronische Programmführer

Mit der starken Zunahme von Fernsehprogrammen haben sich elektronische Programmführer etabliert, deren Funktion für den Fernsehzuschauer derjenigen der Suchmaschinen für den Internetnutzer durchaus ähnelt. Der Beitrag untersucht die Herausforderungen, die sich aus den Exklusivurheberrechten der Fernsehveranstalter bezüglich der Information über ihre Programminhalte ergeben. Er befasst sich weiterhin mit bestehenden internationalen Standards zur Generierung von Metadaten sowie den mit diesen verbundenen Umsetzungsproblemen. Schließlich wirft der Artikel einen Blick auf mögliche Zukunftsperspektiven.

Datenschutz

Von allen durch immer leistungsfähigere Suchmaschinen und immer umfangreichere Informationsangebote über das Internet ausgelösten rechtlichen Bedenken verdient die Gewährleistung des Datenschutzes vielleicht die größte Aufmerksamkeit. Das erklärte Ziel der Suchmaschinen, die perfekte Reichweite der Suchergebnisse und das perfekte Gedächtnis bezüglich der Bedürfnisse des Suchenden anzubieten, erzeugt eine potentiell hochleistungsfähige Infrastruktur der Datenüberwachung. Diese wird durch die Wirklichkeit werdenden Suchmöglichkeiten mittels audiovisueller Inhalte (z. B. Gesichtserkennung bei Bildsuche) noch effizienter werden. Der Bericht gibt eine Bestandsaufnahme vom Ende des sogenannten "Datenschutzes durch Anonymität" und diskutiert möglichen Handlungsbedarf.

Meinungsfreiheit

Dieser Beitrag legt seinen Schwerpunkt auf die Frage, wie sich das Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit auf eine verantwortungsvolle Regelung von Suchmaschinen auswirkt. Er zeigt auf, wie beträchtlich die rechtlichen und regulatorischen Herausforderungen in dieser Frage sind und schließt auch eine Betrachtung der Haftung von Suchmaschinen für Inhalte von Drittanbietern nach EG-Recht ein.

Regulierungsrahmen der EU

Befinden sich Suchmaschinen in einer Grauzone zwischen elektronischer Kommunikation (Übertragung) und Rundfunk (Inhalte)? Dieser Beitrag gibt eine Einschätzung des europäischen Regulierungsrahmens und prüft, inwieweit sich die in Betracht kommenden Rechtsinstrumente auf audiovisuelle Such- und Navigationssysteme anwenden lassen. Weiter folgen einige erste Überlegungen darüber, wie aufgezeigte "Lücken" geschlossen werden könnten.

Selbst- und Co-regulierung

Ausgehend von einer Liste der mit Internetsuchmaschinen verbundenen Risiken, zeigt der Bericht auf, welche ordnungspolitischen Ziele durch diese ferngesteuerte Informationsauswahl in Gefahr geraten können. Anhand bereits vorhandener praktischer Erfahrungen werden im Weiteren die Möglichkeiten und Grenzen von Co- und Selbstregulierung untersucht. Bieten diese Regelungsformen eine Alternative zu staatlichen Vorschriften für den Umgang mit den offengelegten Risiken?

 
  Inhaltsverzeichnis

zurück nach oben

Editorial

Workshop über audiovisuelle Suche - Zusammenfassung der Diskussion

Christina Angelopoulos, Joris van Hoboken, Institut für Informationsrecht, Universität Amsterdam

Einleitung

  1. Aktuelle praktische Aspekte der audiovisuellen Suche
    1.1. Die Geschäftsmodelle von Suchmaschinenanbietern und die Entwicklung der Suchtechnologie
    1.2. Die Bedeutung von Metadaten
  2. Audiovisuelle Suche aus der Perspektive der Grundrechte
    2.1. Audiovisuelle Inhalte online und Schutz der Privatsphäre
    2.2. Audiovisuelle Inhalte online und Meinungsfreiheit
  3. Aspekte der Regulierung audiovisueller Suche
    3.1. Die audiovisuelle Suche und ihr Platz in aktuellen Gesetzen und Regelungen
    3.2. Selbst- und Co-Regulierung und Suchmaschinen
    3.3. Der tatsächliche Bedarf für ein Eingreifen der Regulierungsstellen

Technisch-ökonomische Herausforderungen für audiovisuelle Suchmaschinen

Ramón Compañó

Einleitung

  1. Technologische Herausforderungen
    1.1. Grundlagen der Suchmaschinen
    1.2. Herausforderungen
    1.2.1. Daten sammeln: Umgang mit Datenexplosion
    1.2.2. Benutzeranfragen verstehen: Überbrückung der semantischen Lücke
    1.2.3. Bereitstellung relevanter Ergebnisse: Einbindung der Nutzer
    1.2.4. Auf dem Weg zur inhaltsgestützten Suche
  2. Wirtschaftliche Überlegungen
    2.1. Suche im Internet
    2.2. Unternehmenslösungen für Suchmaschinen
    2.3. Mobile Suche
  3. Zusammenfassung

Die Zukunft der Inhaltsnavigation

Janet Greco, Gründerin und Chefberaterin, Broadcast Projects, London

Einleitung

  1. Elektronische Programmführer am Scheideweg
  2. Das Problem der Metadaten-Standards
  3. Die Bedeutung einheitlichen Dateninputs
  4. Zukünftige Systeme der Inhaltsnavigation

Der Datenschutz und das Streben nach der perfekten audiovisuellen Suchmaschine

Michael Zimmer, Ph.D., Assistant Professor, School of Information Studies, Associate, Center for Information Policy Research
University of Wisconsin-Milwaukee

Einleitung

  1. Das Streben nach der perfekten Suchmaschine
    1.1. Perfekte Reichweite
    1.2. Das perfekte Gedächtnis
  2. Der Datenschutz und die perfekte Suchmaschine
    2.1. Der Datenschutz und die perfekte Reichweite
    2.2. Der Datenschutz und das perfekte Gedächtnis
  3. Die perfekte Suche wird audiovisuell
  4. Der Datenschutz und die perfekte audiovisuelle Suchmaschine
    4.1. Der Datenschutz und die perfekte Reichweite der audiovisuellen Suche
    4.2. Der Datenschutz und das perfekte Gedächtnis der audiovisuellen Suche
  5. Fazit

Die Bedeutung der Meinungsfreiheit für die verantwortungsvolle Regelung der Suche

Joris van Hoboken, M.Sc, LL.M., Institut für Informationsrecht, Universität Amsterdam

Einleitung

  1. Suchmaschinen
    1.1. Was machen Suchmaschinen?
    1.2. Regulierungsbehörden in Europa widmen sich der Suchmaschinenthematik - Beispiele
    1.3 Die Interessen von Informationsanbietern, Endnutzern, Suchmaschinen und Dritten
  2. Meinungs- und Informationsfreiheit und Suchmaschinen
    2.1. Die Auswirkungen von Art. 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention
    2.2. Internetfilter und Suchmaschinen: eine mögliche Analogie?
    2.3. Empfehlung zu Internetfiltern und Meinungsfreiheit
    2.4. Relevanz für die verantwortungsvolle Regelung der Suche
  3. Haftung von Suchmaschinenanbieter für rechtswidrige Verweise
  4. Zusammenfassung

Auf der Suche nach audiovisuellen Suchwerkzeugen in den Regulierungsrahmen der EU

Peggy Valcke, Professor, Katholieke Universiteit Leuven

Einleitung

  1. Werkzeuge für Inhaltsrecherchen und das EG-Recht für den Informations- und Kommunikationssektor
    1.1. Auf der Suche nach Suchwerkzeugen …
    1.2. …in den Richtlinien für elektronische Kommunikation
    Regulierungsrahmen 2002
    Reformvorschläge
    1.3. … in der Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste
    1.4. …in der E-Commerce-Richtlinie
    1.5. Zwischenfazit
  2. Erste Überlegungen zur Regulierung der audiovisuellen Suche
    2.1. Ist Regulierung notwendig?
    2.2. Wen/was wollen wir regulieren?
    2.3. Warum wollen wir regulieren - und wie?
  3. Abschließende Bemerkungen

Regulierung für Suchmaschinen?
Über den Nutzen der Selbst- und Co-Regulierung im Bereich der Internetsuche

Wolfgang Schulz, Direktor am Hans-Bredow-Institut, Lehrbeauftragter des Fachbereichs Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg

Einleitung

  1. Das Konzept der Informationsvermittler
  2. Durch Suchmaschinen verursachte Risiken
  3. Regulierungsansätze
    3.1. Allgemeine Bemerkungen
    3.2. Co- und Selbstregulierung
    3.4. Beispiele für die Co-Regulierung des Internets in Deutschland
  4. Fazit: Regulierung im Bereich der Suchmaschinen

Mit dem Jahrbuch, dem monatlich erscheinenden rechtlichen Newsletter IRIS-Rechtliche Rundschau der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle sowie ihren weiteren Veröffentlichungen (in Printform oder auf dieser Website) bietet die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle Informationsstelle ein breites Spektrum an professionellen Daten und Informationen an, die auf Deutsch, Englisch und Französisch veröffentlicht werden. Mit ihren Netzwerken von Partnern, Korrespondenten sowie einer Vielzahl von Einzelinformationsquellen profiliert sich die Informationsstelle damit zu DEM Ansprechpartner für wirtschaftliche, statistische, rechtliche und finanzielle Informationen zum audiovisuellen Sektor in Europa.