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Durchschnittliches Verwertungsfenster zwischen Kino und VOD beträgt 19,4 Wochen

Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht neue Studie über Kino- und TVOD-Verwertungsfenster in fünf wichtigen EU-Ländern
Strassburg, Frankreich 10/09/2019
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Durchschnittliches Verwertungsfenster zwischen Kino und VOD beträgt 19,4 Wochen

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Diese neue Studie konzentriert sich auf Verwertungsfenster in Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Belgien und den Niederlanden.
Sie besagt Folgendes:

  • Das durchschnittliche Zeitfenster zwischen Kinostart und TVOD-Vertrieb (das heißt Kauf des Films) beträgt 18,6 Wochen und TVOD-Verleih (nur Miete) 19,4 Wochen in den fünf untersuchten Ländern.
  • Was den transaktionalen TVOD-Verkauf von Filmen anbelangt, gibt es einen Unterschied von nur 3 Wochen zwischen dem kürzesten Verwertungsfenster (das Vereinigte Königreich mit 17,5 Wochen) und dem Längsten (Deutschland mit 20,5 Wochen)
  • Im Vergleich dazu betrug das Fenster zwischen Kinostart und TVOD-Vertrieb in den USA 2018 12,3 Wochen. Seit 2012 hat es sich es um fast fünf Wochen verringert.

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle als Teil des Europarats in Straßburg hat in dieser Studie zum ersten Mal die Kino-/TVOD-Verwertungsfenster analysiert. Der Autor Gilles Fontaine, Leiter der Abteilung für Marktinformationen, hat 1.794 Starts in Kinos und bei TVOD zwischen 2014 und 2018 betrachtet. Diese Auswahl repräsentiert lediglich 15 % aller Filme im Erstverleih, bildet jedoch 40 % der Gesamtbesucherzahlen ab, mit anderen Worten, die Studie konzentriert sich auf die erfolgreicheren Kinofilme.

1. 82% DER FILME SIND WENIGER ALS FÜNF MONATE NACH DEM KINOSTART BEI TVOD VERFÜGBAR 

Die meisten erfolgreicheren Filme sind zwischen vier und fünf Monate nach ihrem Kinostart bei TVOD verfügbar. Nur 18 % der erfolgreicheren Filme sind später als fünf Monate nach dem Kinostart bei TVOD verfügbar.

2. DEUTSCHLAND SIND FILME SPÄTER BEI TVOD VERFÜGBAR

Belgien, Frankreich, das Vereinigte Königreich und die Niederlande zeigen eine ähnliche Struktur beim Anteil der erfolgreicheren Filme, die weniger als fünf Monate nach ihrem Kinostart in den TVOD-Verleih gehen. Das Fenster zwischen Kinostart und TVOD ist in Deutschland für öffentlich geförderte Filme reguliert (sechs Monate mit Ausnahmen), was zu einem durchschnittlich längeren Verwertungsfenster führt.

 

3. KEINE EINDEUTIGE AUSWIRKUNG DER BESUCHERZAHLEN BEI DEN ERFOLGREICHEREN FILMEN

Bei den erfolgreicheren Filmen haben die Besucherzahlen anscheinend keine Auswirkung auf die Länge des Verwertungsfensters. Eine eindeutige Ausnahme bilden die unteren 25% der im Vereinigten Königreich angelaufenen Auswahlfilme, die von einem Zeitfenster profitieren, das vier Wochen kürzer ist als für den Durchschnitt der gestarteten Filme.

 

4. DIE BEIDEN AUSWAHLLÄNDER MIT DEN HÖCHSTEN ZUWACHSRATEN BEI DEN KARTENVERKÄUFEN HABEN DIE KÜRZESTEN VERWERTUNGSFENSTER ZWISCHEN KINOSTART UND TVOD

Deutschland ist der Markt in der Auswahl mit dem längsten Fenster zwischen Kinostart und TVOD. Er kombiniert ein angeschlagenes Kinogeschäft mit einem relativ widerstandsfähigen Home-Entertainment-Markt.  
Die beiden Auswahlländer mit den höchsten Zuwachsraten bei den Kartenverkäufen, Frankreich und das Vereinigte Königreich, haben die kürzesten Verwertungsfenster zwischen Kinostart und TVOD. 

 


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