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2,6 Mal mehr europäische Filme als US-Filme schaffen es vom Kino zu VoD

Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht neuen Bericht über Kino- und VoD-Veröffentlichung von Filmen in Europa
Strassburg, Frankreich 03. November 2020
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2,6 Mal mehr europäische Filme als US-Filme schaffen es vom Kino zu VoD

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Ein neuer Bericht der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle untersucht, wie viele Filme, die seit 1996 in europäischen Kinos angelaufen sind, es zu Video-on-Demand geschafft haben. Der Bericht veranschaulicht das komplexe Verhältnis zwischen der Veröffentlichung von Filmen in Kinos und bei VoD.  Der Autor Gilles Fontaine, Leiter der Abteilung für Marktinformationen der Informationsstelle, betont, dieses Verhältnis baue mehr auf „Zusammenarbeit statt Konkurrenz: Kino steigert VoD-Präsenz, während VoD weniger erfolgreichen Filmen neue Märkte eröffnet.“
Insgesamt war eine Mehrheit (56 %) der europäischen Filme, die zwischen 1996 und 2020 in die Kinos kamen, im Mai 2020 bei VoD verfügbar. Der Anteil ist geringer als bei US-Filmen, da aber viel mehr europäische Filme als US-Filme in den Kinos laufen, ist die Anzahl der europäischen Filme, die es vom Kino zu VOD geschafft haben, in absoluten Zahlen 2,6 Mal höher als die der US-Filme.

 

 

Die Wechselwirkung zwischen Kino- und VoD-Veröffentlichung ist augenscheinlich doppelter Natur: 

  • Einerseits ist es wahrscheinlicher, dass ein Film, der in einem Land in die Kinos kommt (das heißt durch einen Kinostart gefördert wird), im eben jenem Land bei VoD zu finden ist. 
  • Andererseits gingen Filme mit geringen Zuschauerzahlen häufig nur in sehr wenigen Ländern in den Kinos an den Start. Die VoD-Veröffentlichung (wenn es dazu kommt) bringt dem Film zusätzliche Länder.

 


Feststellung und Kennzeichnung der Nationalität europäischer audiovisueller Werke

Wie bestimmen wir die Nationalität eines Films oder Fernsehprogramms? Die Nationalität eines audiovisuellen Werks kann Wege zur Finanzierung erschließen. Sie kann auch Türen öffnen, dass Film- oder Fernsehinhalte in Rundfunk- oder VoD-Quoten innerhalb Europas aufgenommen werden. Mit der überarbeiteten Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie) und der gerade abgelaufenen Frist für ihre Umsetzung wurden die Pflichtquoten für europäische Werke bei Abrufdiensten bekräftigt. Die Definition der Nationalität kann also ein Schlüssel zum Erfolg sein! Wie machen wir das in Europa?

Die am 15. Oktober 2020 veranstaltete Konferenz brachte Vertreter von Branchenakteuren wie Netflix, Canal+ und Vodafone sowie von Interessengruppen wie CEPI und EFAD, dem belgischen CSA und ISAN (International Standard Audiovisual Number) zusammen.

Folgende Fragen wurden erörtert:

  • Welche unterschiedlichen Ansätze verfolgen die verschiedenen Mitgliedstaaten der EU? 
  • Welche Bedürfnisse haben die verschiedenen Interessenträger?
  • Wäre ein Tool, das Informationen zur Nationalität audiovisueller Werke liefert, realisierbar?

Link zum Video der Konferenz: 
 Assessing and labelling the nationality of European audiovisual works

Präsentation von Francisco Cabrera Blazquez, juristischer Analyst bei der Informationsstelle​​​​​​​:
 "Of apples and pears: the concepts of "nationality" and "European works" 

 Präsentation von Julio Talavera, Analyst für Filmindustrie bei der Informationsstelle 
 "Stakeholders, identifiers and databases"

Link zum Bericht: ​​​​​​​
 "Mapping of the regulation and assessment of the nationality of European audiovisual works"

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