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YouTube und Facebook halten zusammen über 50 % des Werbemarkts bei Onlinevideos

Neuer Analysebericht zu Online-Video-Sharing von der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle veröffentlicht
Strassburg 06/12/2018
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YouTube und Facebook halten zusammen über 50 % des Werbemarkts bei Onlinevideos

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Dieser neue Bericht stellt fest, dass

  • Sechs- bis Fünfzehnjährige rund 20 % der Zeit, die sie vor dem Bildschirm verbringen, Onlinevideoclips schauen,
  • Onlinevideowerbung lediglich 9 % der gesamten Videowerbung ausmacht, 91 % entfallen nach wie vor auf Fernsehen,
  • dessen ungeachtet YouTube und Facebook mit 56 % zusammen einen gewaltigen Marktanteil bei Onlinevideowerbung in Europa haben.

Dieser neue Bericht Video-Sharing-Plattformen: Angebot, Reichweite, Ökonomie stellt die Entwicklung der Onlinevideoplattformen (wie zum Beispiel YouTube und Facebook), die Hauptakteure und ihr Verhältnis zu den Erstellern von Programmen dar. Der Verfasser Gilles Fontaine, Leiter der Abteilung für Marktinformationen in der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle, richtet den Blick auf die Verwendung von Videoplattformen und ihre Geschäftsmodelle und analysiert darüber hinaus die möglichen Auswirkungen dieser Plattformen auf den audiovisuellen Sektor. Die Erkenntnisse dieses Berichts wurden erstmalig im Juni dieses Jahres auf einer Konferenz zu Videoplattformen vorgestellt, die die Informationsstelle im Rahmen der französischen Präsidentschaft 2018 veranstaltet hat.

Zentrale Aussagen:

  1. Der Videoplattformsektor unterliegt raschem und stetigem Wandel:
  • durch die Einführung neuer Dienste (Live-Streaming, Video-on-Demand, Verbreitung von Fernsehkanälen),
  • durch neue Wege zur Vergütung der unterschiedlichen Ersteller von Inhalten,
  • durch das Auftreten neuer Ersteller von Inhalten.
  1. Verhaltene Investitionen in Erstellung von Inhalten

Videoplattformen investieren zwar in die Erstellung von Originalinhalten, es ist jedoch keineswegs sicher, dass sie beabsichtigen, in diesem Bereich mit audiovisuellen Diensten zu konkurrieren. Die investierten Beträge sind relativ gering und sollen in erster Linie als Anreiz für Ersteller von Inhalten und Mediengruppen dienen.

  1. Massive Nutzung, jüngere Generationen sind Hauptkonsumenten...

Videoplattformen werden heute massiv genutzt, die tatsächliche Sehdauer ist jedoch, abgesehen von der Altersgruppe unter 15 Jahren, nach wie vor relativ begrenzt.

Aufschlüsselung der Sehdauer bei Onlinevideos in Großbritannien (2017)

 
Quelle : OFCOM/Digital Day

           

       D. Gesteigerte Konkurrenz für Fernsehwerbung durch Onlinewerbung

Video-Sharing generiert direkte Einnahmen für die Plattformen selbst (Werbung, Provision, Abonnements). Es generiert zudem indirekte Einnahmen durch eine allgemeine Steigerung des Besucherverkehrs auf den Plattformen und die Möglichkeit zur Erhebung von Nutzerdaten. Onlinevideowerbung stellt wahrscheinlich eine neue wesentliche Konkurrenzquelle für Fernsehwerbung dar. Gegenwärtig beherrschen YouTube und Facebook zusammen über 50 % dieses Markts.

 
Quelle : IAB/IHS Adex Benchmark, WARC, 2016                  Quelle : IHS, 2018                        


Filme unserer letzten Konferenzen Filme unserer letzten Konferenzen
Video sharing platforms: shared revenue, shared responsability? Video sharing platforms: shared revenue, shared responsability?

Film unserer Konferenz, die am 5. Juni 2018 im Rahmen der französischen Präsidentschaft der Informationsstelle in Paris stattfand.

internationale Koproduktionen: erfolgsformel für europäische Filme? internationale Koproduktionen: erfolgsformel für europäische Filme?

Marktanalyse von Gilles Fontaine bei der Konferenz in Cannes 2018

 

internationale koproduktionen: erfolgsformel für europäische filme? internationale koproduktionen: erfolgsformel für europäische filme?

Juristische Analyse von Maja Cappello bei der Konferenz in Cannes 2018

 

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