Aktuell

Die Entwicklung des europäischen Marktes für audiovisuelle Abrufdienste

Autoren: Christian Grece, André Lange, Agnes Schneeberger und Sophie Valais - Europäische Audiovisuelle Informationsstelle

Veröffentlicht: 10/04/2015

Die Europäische Kommission hat soeben einen brandneuen Bericht über den VoD-Markt in Europa veröffentlicht. Er steht kostenlos zur Verfügung auf der Website der Kommission. Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle hat den Inhalt dieses Berichts aufbereitet.

Neben umfassenden Statistiken für das Jahr 2014 zu audiovisuellen Abrufdienste, die in der EU etabliert und verfügbar sind, werden in diesem Bericht fünf Abschnitte vorgeführt, die dazu beitragen, die Entwicklung dieses dynamischen Sektors und seine Auswirkungen auf die gesamtaudiovisuelle Landschaft zu verstehen:

  • Online-Werbung in der EU im Jahr 2013.
  • Die jüngsten Entwicklungen des SVoD-Marktes in Europa im Jahr 2014.
  • Der Anteil und die Herausstellung europäischer Werke in VoD-Katalogen.
  • Die Rolle der Anbieter von VoD-Dienste und Vertriebsplattformen in der Finanzierung von Filmen und audiovisueller Produktion.
  • Die Messung des fragmentierten audiovisuellen Publikums.

Die große Auswahl an Dienstleistungsstatistiken stammt von einer Datenbank, die kürzlich von der Informationsstelle aktualisiert wurde. Diese Statistiken sind einige der wenigen verfügbaren Hilfsmittel, um das Angebot des audiovisuellen Abrufdienste-Sektors auf der Ebene der Mitgliedstaaten zu verzeichnen, sowie auch einige seiner wichtigsten Eigenschaften zu erfassen.

Dieser Bericht wurde im Rahmen eines Vertrages zwischen der Europäischen Kommission (GD Connect) und der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle vorbereitet.

Dieser Bericht kann kostenlos auf Englisch von der Website der Europäischen Kommission heruntergeladen werden (siehe hier).

08/04/2015 : Pressemitteilung - Für eine Handvoll Euro – Die Zukunft der Filmfinanzierung in Europa

Europäische Audiovisuelle Informationsstelle kündigt diesjährigen Workshop in Cannes an

Die Zukunft der Filmfinanzierung in Europa ist das Thema des diesjährigen Workshops der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle in Cannes. Er findet am Samstag, den 16. Mai, von 11.00 bis 13.00 Uhr im Salon des Ambassadeurs des Palais des Festivals in Cannes statt. Für alle Teilnehmer mit Akkreditierung für den Marché du film oder das Festival ist der Eintritt frei. Das Anmeldeformular kann hier heruntergeladen werden.

Aktuelle Tagesordnung dieser Konferenz auf Englisch HIER.

26/03/2015 : Pressemitteilung - Die Informationsstelle gibt neuen Leiter der Abteilung für Informationen über Märkte und Finanzierungen bekannt

Gilles Fontaine, derzeit stellvertretender Direktor des französischen Medienforschungsinstituts IDATE, wird im Juni dieses Jahres die Nachfolge von André Lange als Leiter der Abteilung für Informationen über Märkte und Finanzierungen in der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle übernehmen. Gilles Fontaine verfügt über ein hohes Maß an internationaler Erfahrung im Bereich Erhebung und Analyse von Wirtschaftsdaten. Weitere Stationen seiner beruflichen Tätigkeit waren die SOFIRAD (ein staatliches französisches Unternehmen, das für das Management staatlicher Beteiligungen in den Medien verantwortlich ist), wo er für Kapitalinvestitionen in die Medienindustrie zuständig war, und die Caisse des dépôts et consignations. Außerdem hat er verschiedene Posten im französischen Kulturministerium und in der französischen Botschaft in Havanna bekleidet.

Gilles Fontaine erklärte, er freue sich darauf, eine „europäische Mission im Bereich Wirtschafts- und Finanzanalyse der europäischen audiovisuellen Industrie” zu übernehmen. Er würdigte die Arbeit seines Vorgängers André Lange und versicherte, er wolle die Arbeit der Informationsstelle mit „hoffentlich ebenso viel Leidenschaft und Dynamik” fortführen. (mehr)

26/02/2015 : Pressemitteilung - Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht einen Bericht über die von den europäischen Fernsehsendern zwischen 2006 und 2013 ausgestrahlten fiktionalen Programme

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht einen zusammenfassenden Bericht über den Anteil der fiktionalen Programme bei einer Auswahl europäischer Fernsehsender im Zeitraum zwischen 2006 und 2013. Zu den fiktionalen Programmen gehören fünf leicht bestimmbare Formate: Filme, die für das Fernsehen produziert werden (TV-Filme), Serien und Seifenopern, Animationen (außer für das Kino produzierte Animationen), Kinofilme (einschließlich Animationen) und Kurzfilme.

Herkunft der Fiktion

Die Analyse der Herkunft der fiktionalen Programme ergibt je nach Art und Empfangsland der Sender sehr unterschiedliche Situationen.

Nur zwei Senderkategorien haben insgesamt mehr als 50 % europäische Fiktion im Programm. Die Kultur- und Bildungssender (die am wenigsten Fiktion ausstrahlen) bieten überwiegend europäische Werke (78,3 % der Sendezeit 2013, von denen etwas weniger als ein Drittel aus heimischen Produktionen stammt und die übrigen zwei Drittel importiert werden oder Koproduktionen sind). Der Anteil der Sendezeit, die auf europäische Fiktion entfällt, die von den öffentlich-rechtlichen Vollprogrammsendern ausgestrahlt wurde, lag 2013 bei 57,6 %, darunter mehrheitlich nicht-heimische Werke.

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05/03/2015 : Pressemitteilung - Mapping of the Animation Industry in Europe - Europäische Audiovisuelle Informationsstelle führt für die Europäische Kommission große Studie zum europäischen Animationsfilm durch

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle wird eine große Studie durchführen, aus der dieses Jahr zwei einzigartige Publikationen zum europäischen Animationsfilm hervorgehen werden. Diese Untersuchung wird für die Europäische Kommission durchgeführt, die das Projekt auch initiiert hat, und soll eine Bestandsaufnahme der Animationsfilmbranche in Europa liefern. Die Ergebnisse sollen Ende 2015 bei einer öffentlichen Konferenz vorgestellt werden. Dieses EU-Projekt dient der Optimierung der Förderpolitik der EU für die Animationsfilmbranche in Europa. Dazu soll es dringend benötigte Daten über die Struktur, Tätigkeit und Leistung der Branche bereitstellen. Die Straßburger Informationsstelle wird dabei mit CARTOON und der in Annecy ansässigen CITIA zusammenarbeiten und deren Erkenntnisse nutzen. (mehr)

18/12/2014 : Pressemitteilung - Der Einfluss neuer Technologien auf das Urheberrecht. Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht neue IRIS plus

Durch die digitale Revolution hat sich unser Zugriff auf urheberrechtlich geschützte Werke vollkommen verändert. Onlinedienste, Streaming, Torrents und alle anderen digitalen Verbreitungswege stellen die bestehenden Strukturen der aktuellen Gesetzgebung zum Urheberrecht in Frage. Auf der Suche nach einer geeigneten Regulierungsstruktur scheinen die Gesetzgeber den neuesten technischen Entwicklungen stets hinterherzujagen. Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle hat in ihrer Reihe IRIS plus dazu jetzt einen neuen Bericht veröffentlicht:

Der Einfluss neuer Technologien auf das Urheberrecht

Die aktuelle Gesetzgebung zum Urheberrecht wurde zuletzt vor 15 Jahren angepasst. Damals war es die InfoSoc-Richtlinie, in der Regeln für die öffentliche Wiedergabe urheberrechtlich geschützter Inhalte festgelegt waren. Die Weiterverbreitung von Inhalten wird noch immer durch die seit 1993 unverändert geltende Kabel-Satelliten-Richtlinie geregelt. Die Informationsstelle macht sich daran, die aktuelle Situation der Gesetzgebung zu untersuchen, und stellt die Frage nach der Notwendigkeit einer weitreichenden Neuregelung.

Der Einfluss neuer Technologien auf das Urheberrecht – Zeit für eine Überarbeitung unserer Gesetzgebung in Europa?

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Empowering users: rating systems, protection tools and media literacy across Europe

Veröffentlicht: 12/02/2015

(c) Benjamin Thull

As part of their long-lasting collaboration, on 15 December 2014 the European Audiovisual Observatory (OBS) and the European Platform of Regulatory Authorities (EPRA) jointly organised in Strasbourg  a workshop on “Empowering users: rating systems, protection tools and media literacy across Europe”. This workshop is the first experiment of its kind as it forged new paths of cooperation between experts, representatives of the industry and regulators, with the aim to address through a multi-stakeholders’ and cross-media approach important and societal topics, such as the empowering of users and the protection of minors in new audiovisual services. The interactive workshop was built around a four-tier structure encompassing regulatory aspects, self and co-regulatory commitments, protection tools and media literacy.

You will find here the summary of the debates held during the workshop, and the links to the presentations made by the participants here.

21/01/2015 : Pressemitteilung - Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht die 20. Ausgabe ihres Jahrbuchs

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht die 20. Ausgabe ihres Jahrbuchs Fernsehen, Film, Video und audiovisuelle Abrufdienste. Diese neue Publikation berichtet unter anderem über folgende neue Entwicklungen:

  • In fünf Jahren (2009-2013) haben die europäischen audiovisuellen Gruppen 5,3 % ihres weltweiten Marktanteils verloren.
  • Trotz des gewaltigen Umsatzplus bei den Abrufdiensten war das Jahr 2013 für den audiovisuellen Sektor zum zweiten Mal ein Jahr der Stagnation.
  • Zwischen 2008 und 2012 sind die Betriebseinnahmen der Tochtergesellschaften nichteuropäischer Gruppen, die in der Europäischen Union niedergelassen sind, von 48,2 auf 53,1 Milliarden EUR gestiegen.

Dieses Referenzwerk enthält eine Fülle von gesamteuropäischen Daten (über 40 Länder) zu den unterschiedlichen Geschäftsbereichen des Sektors. Anhand der verschiedenen verfügbaren Indikatoren macht die Informationsstelle deutlich, dass der gesamte audiovisuelle Sektor 2013 ein zweites Jahr der Stagnation erlebt hat. Zum dritten Mal in Folge gehen die Umsätze nicht über 133 Milliarden EUR hinaus. 2013 gab es sogar erstmals einen leichten Umsatzrückgang (-0,1 %). Am stärksten betroffen ist der Videosektor (physisches Video) (-11,3 %), aber auch die Kinoeinnahmen sind 2013 merklich zurückgegangen (-4,3 %), ebenso die Einnahmen aus Videospielen (-1,8 %) und Hörfunk- und Fernsehdiensten (-0,5 %). Das Wachstum bei den Pay-TV-Plattformen (+2,7 %) und den Online-VoD-Angeboten (+46,1 %) hat diesen Rückgang nicht ausgleichen können.

Dieses Referenzwerk enthält dieses Jahr eine wichtige Neuerung: die Analyse der Einnahmen, die von Tochtergesellschaften internationaler Gruppen in der Europäischen Union erzielt wurden.


Lange A., Jahrbuchs Fernsehen, Film, Video und audiovisuelle Abrufdienste, Europäische Audiovisuelle Informationsstelle, Straßburg, 2014, ISBN 978-92-871-8017-9, EUR 185,00.

Journalisten können ein Gratis-Exemplar zwecks Buchbesprechungen beantragen:
Alison Hindhaugh, alison.hindhaugh@coe.int  - Tel.: + 33 (0)3 90 21 60 10

Diese Publikation können Sie in unserem Online-Shop hier erwerben.

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