Wie fügen sich Produktionsanreize wie Steuergutschriften und Barrabatte in die Gesamtpalette der öffentlichen Fördermechanismen ein?
Sind sie ein Gamechanger?
Produktionsanreize wie Steuergutschriften und Barrabatte zur Förderung der Produktion von Filmen und audiovisuellen Werken wurden in Europa erstmals vor mehr als 30 Jahren eingeführt. Sie sind heute in den meisten europäischen Ländern verfügbar, wobei die Beträge im Laufe der Jahre zu steigen scheinen. Die Modelle unterscheiden sich allerdings zwischen den einzelnen Ländern erheblich. Und jeder Produzent, der heute in Europa dreht, wird ein wachsames Auge auf die verschiedenen Steuergutschriften oder Barrabatte haben, die für Ausgaben im jeweiligen Land angeboten werden. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, wie sich diese leistungsstarken Finanzierungsmechanismen in die Gesamtpalette der in Europa verfügbaren Finanzierungsquellen einfügen...
Und so fragen wir dieses Jahr:
- Wie ist das Verhältnis zwischen kulturorientierter selektiver Förderung und branchenorientierten Steueranreizen und wie ergänzen sie sich oder stellen sich gegenseitig infrage?
- Wie wirkt sich der Wettbewerb zwischen den europäischen Ländern um die Produktion von Filmen und audiovisuellen Werken durch Steueranreize auf den Sektor aus und welche positiven oder negativen Auswirkungen könnte diese Dynamik haben?
- Wie werden Produktionsanreize und direkte öffentliche Förderung gesehen und gerechtfertigt, wenn es darum geht, mehr öffentliche Mittel für den Sektor zu mobilisieren?
Die stellvertretende Leiterin der Abteilung für juristische Informationen der Informationsstelle Sophie Valais und die Filmanalystin Elisa Joliveau-Breney werden, wie gewohnt, Informationen zum Hintergrund des diesjährigen Themas vorstellen. Wie jedes Jahr bringen wir eine hochkarätige Diskussionsrunde aus Fachleuten der Filmindustrie, Produzenten, Vertretern von Studios, Vorführer und Vertreter öffentlicher Einrichtungen wie Filminstituten zusammen.
Speakers for this conference are: Yohann Bénard, Leiter für öffentliche Politik Europa, Bereich Digital bei Amazon, Marianne Furevold-Boland, Leiterin der Abteilung für Drama, Unterhaltung und Fiktion beim norwegischen Rundfunk NRK, Peter Dinges, Geschäftsführer der deutschen Filmförderungsanstalt - FFA, Edith Sepp, Geschäftsführerin des Estnischen Filminstituts, Alvaro Longoria, Mitbegründer und Produzent der spanischen Produktionsfirma Morena Films and Filip Bobiňski, Geschäftsführer der in Prag ansässigen Dramedy Productions
Maja Cappelo and Martin Kanzler werden die Expertenrunde moderieren.
Wann: Samstag, den 17. Mai von 9.30 bis 11.30 Uhr (MESZ)
Wo: Konferenzbereich der „Main Stage“ (Riviera)
Kostenlose Anmeldung
Die Veranstaltung ist offen für alle Marché-, Festival- und Journalistenakkreditierungen.
Die Konferenz ist eine Hybrid-Veranstaltung und wird für alle, die nicht am Marché teilnehmen, auch live auf der Plattform des Marché du Film und öffentlich auf YouTube übertragen.
Konferenzsprache ist Englisch.