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Diversität und Inklusion in der europäischen audiovisuellen Industrie - auf der Leinwand und hinter der Kamera

Europäische Audiovisuelle Informationsstelle kündigt Online-Workshop an
Strassburg, Frankreich 18. November 2020
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Diversität und Inklusion in der europäischen audiovisuellen Industrie - auf der Leinwand und hinter der Kamera


Online-Workshop 10. Dezember 2020, 15:00-17:00 Uhr (MEZ)

Hier kostenlos anmelden

Wie kann Europa stärkere Achtung von Diversität und Inklusion in seiner Film-, Fernseh- und VoD-Industrie gewährleisten? Seit langem gibt es ein ausgeprägtes Bewusstsein für die in der europäischen Mediengesetzgebung verankerten Grundsätze der Gleichheit und Nichtdiskriminierung aufgrund von Geschlecht, Herkunft, oder Behinderungen. Jüngste gesellschaftliche Veränderungen, insbesondere in Bezug auf die Stellung der Frau am Arbeitsplatz und die Entwicklung von #blacklivesmatter, haben Diversität und Inklusion in letzter Zeit jedoch stärker in den Fokus rücken lassen. Was ist mit der audiovisuellen Industrie in Europa? Wie gewährleisten wir mehr Diversität und Inklusion in den kreativen Prozessen der Inhalteproduktion? Und inwieweit spiegelt sich die Gesellschaft in Filmen, Serien und anderen audiovisuellen Inhalten wider?

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veranstaltet diesen kostenlosen öffentlichen Online-Workshop, um Strategien und Herausforderungen für mehr Diversität und Inklusion in der europäischen audiovisuellen Industrie zu diskutieren - auf dem Bildschirm, der Leinwand und dahinter. Einen umfassenden neuen juristischen Bericht zu Diversität und Inklusion auf der Grundlage dieses Workshops plant die Informationsstelle für das Frühjahr 2021.

Unsere erste Session wird sich mit Unterrepräsentation hinter der Kamera befassen. Wie ist die Situation hinter Bildschirm und Leinwand? Wie inklusiv ist die Welt von Film und Fernsehen? Und welche bewährten Verfahren gibt es, um den Grad an Diversität und Inklusion in diesen Industrien tatsächlich zu messen? Aus Arbeitsmarktperspektive werden wir uns mit Themen wie gleiche Beschäftigungsbedingungen und Ausbildungsmöglichkeiten für Minderheiten und unterrepräsentierte Gruppen befassen.

Die zweite Session wird sich auf die besten Wege zur Förderung von Inklusion und Nichtdiskriminierung auf der Leinwand/im Rundfunk konzentrieren. Auch hier werden wir uns wieder mit bewährten Verfahren zur tatsächlichen Messung der Wahrnehmung von Diversität und Inklusion auf der Leinwand und im Rundfunk befassen, da dies zweifelsohne der Ausgangspunkt für jede Analyse sein muss. Was sind unsere Stimmungsmesser? Wir werden uns auch damit befassen, wie Filmfonds eine breitere Diversität auf der Leinwand fördern, sowie damit, welche langfristigen Strategien Rundfunkveranstalter zur Förderung von Diversität und Inklusion im Rundfunk verfolgen.

Die Informationsstelle wird ihre wegweisende Analyse der Situation in Europa in Bezug auf Diversität und Inklusion vorstellen. Moderiert wird die Konferenz wird von Maja Cappello, Leiterin der Abteilung Juristische Informationen der Informationsstelle, und ihrem Team.

Die Geschäftsführende Direktorin der Informationsstelle, Susanne Nikoltchev, sagte: „Die Zeit ist mehr als reif, sich mit den aktuellen Diskussionen und bewährten Verfahren zu Diversität und Inklusion in der europäischen Film-, Fernseh- und VoD-Industrie zu befassen. Es ist die Aufgabe der Informationsstelle, eine neutrale Diskussionsplattform für Herausforderungen und Ziele zu bieten, indem sie Interessenvertreter aus den verschiedenen Sektoren zusammenbringt und den Austausch über mögliche zukünftige Entwicklungen anregt. Die Pandemie hält uns dabei nicht auf: Wir machen online weiter!“

Die Referenten der Workshops werden in Kürze bekannt gegeben.


Feststellung und Kennzeichnung der Nationalität europäischer audiovisueller Werke

Wie bestimmen wir die Nationalität eines Films oder Fernsehprogramms? Die Nationalität eines audiovisuellen Werks kann Wege zur Finanzierung erschließen. Sie kann auch Türen öffnen, dass Film- oder Fernsehinhalte in Rundfunk- oder VoD-Quoten innerhalb Europas aufgenommen werden. Mit der überarbeiteten Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie) und der gerade abgelaufenen Frist für ihre Umsetzung wurden die Pflichtquoten für europäische Werke bei Abrufdiensten bekräftigt. Die Definition der Nationalität kann also ein Schlüssel zum Erfolg sein! Wie machen wir das in Europa?

Die am 15. Oktober 2020 veranstaltete Konferenz brachte Vertreter von Branchenakteuren wie Netflix, Canal+ und Vodafone sowie von Interessengruppen wie CEPI und EFAD, dem belgischen CSA und ISAN (International Standard Audiovisual Number) zusammen.

Folgende Fragen wurden erörtert:

  • Welche unterschiedlichen Ansätze verfolgen die verschiedenen Mitgliedstaaten der EU? 
  • Welche Bedürfnisse haben die verschiedenen Interessenträger?
  • Wäre ein Tool, das Informationen zur Nationalität audiovisueller Werke liefert, realisierbar?

Link zum Video der Konferenz: 
 Assessing and labelling the nationality of European audiovisual works

Präsentation von Francisco Cabrera Blazquez, juristischer Analyst bei der Informationsstelle​​​​​​​:
 "Of apples and pears: the concepts of "nationality" and "European works" 

 Präsentation von Julio Talavera, Analyst für Filmindustrie bei der Informationsstelle 
 "Stakeholders, identifiers and databases"

Link zum Bericht: ​​​​​​​
 "Mapping of the regulation and assessment of the nationality of European audiovisual works"

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