Aktuell Aktuell
Zurück

Vereinigtes Königreich kurz vor der BREXIT-Deadline erneut größter audiovisueller Markt im Großraum Europa

Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht Daten über audiovisuelle Mediendienste in Europa für 2018 aus der Datenbank MAVISE.
Strasbourg, France 10/10/2019
  • Diminuer la taille du texte
  • Augmenter la taille du texte
  • Imprimer la page
  • Imprimer en PDF
Vereinigtes Königreich kurz vor der BREXIT-Deadline erneut größter audiovisueller Markt im Großraum Europa

Dieser neue Bericht stellt fest:

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle als Teil des Europarates in Straßburg hat gerade eine brandneue Publikation mit dem Titel „Audiovisuelle Mediendienste in Europa: Markteinblicke“ veröffentlicht. Basierend auf Analysen von Daten von 2018 aus der MAVISE-Datenbank gibt diese Publikation einen Überblick über die europäische audiovisuelle Medienlandschaft aus drei verschiedenen Perspektiven. Die erste hebt auf das Angebot audiovisueller Mediendienste in Europa ab und legt Zahlen für Fernseh- und Abrufdienste vor, die auf den europäischen Märkten verfügbar sind und dort ihren Sitz haben. Die zweite Perspektive befasst sich mit dem Zugang und der Verbreitung audiovisueller Dienste in Europa und stellt fest, dass kostenpflichtige Geschäftsmodelle in diesem Sektor dominieren. Die dritte Perspektive beleuchtet die wachsende Präsenz zielgerichteter audiovisueller Mediendienste in Europa, die ausländische Märkte bedienen.

  • Das Vereinigte Königreich war 2018 mit 1.230 Fernsehsendern und 201 kostenpflichtigen Abrufdiensten mit Sitz im Land, von denen viele auf andere europäische audiovisuelle Märkte ausgerichtet waren, insgesamt noch immer der bedeutendste audiovisuelle Markt im Großraum Europa (EU28 plus die in der Fußnote aufgeführten Länder).[1]
  • Das Vereinigte Königreich erbrachte darüber hinaus den größten Anteil am gesamten Angebot an audiovisuellen Diensten in der EU28. Rund ein Viertel aller Fernsehsender (28 %) und kostenpflichtigen Abrufdienste (24 %) hatte dort seinen Sitz.
  • Ende 2018 waren 11.123 Fernsehsender (davon 5.039 lokale Sender) und 2.917 Abrufdienste[2] im Großraum Europa verfügbar.
  • Insgesamt hatten 5.880 Fernsehsender im Großraum Europa (ohne lokale Kanäle), davon 4.470 in der EU28 ihren Sitz, genau so wie 968 kostenpflichtige Abrufdienste (davon 853 in der EU28). Insgesamt wurden 4.838 Fernsehlizenzen (ohne lokale Lizenzen) erteilt (davon 3.555 in der EU28).

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle als Teil des Europarates in Straßburg hat gerade eine brandneue Publikation mit dem Titel „Audiovisuelle Mediendienste in Europa: Markteinblicke“ veröffentlicht. Basierend auf Analysen von Daten von 2018 aus der MAVISE-Datenbank gibt diese Publikation einen Überblick über die europäische audiovisuelle Medienlandschaft aus drei verschiedenen Perspektiven. Die erste hebt auf das Angebot audiovisueller Mediendienste in Europa ab und legt Zahlen für Fernseh- und Abrufdienste vor, die auf den europäischen Märkten verfügbar sind und dort ihren Sitz haben. Die zweite Perspektive befasst sich mit dem Zugang und der Verbreitung audiovisueller Dienste in Europa und stellt fest, dass kostenpflichtige Geschäftsmodelle in diesem Sektor dominieren. Die dritte Perspektive beleuchtet die wachsende Präsenz zielgerichteter audiovisueller Mediendienste in Europa, die ausländische Märkte bedienen.

1. Das Vereinigte Königreich ist nach wie vor der größte audiovisuelle Markt im Großraum Europa

  • Das Vereinigte Königreich war mit 1.230 Fernsehsendern und 201 kostenpflichtigen Abrufdiensten mit Sitz im Land, von denen viele auf andere europäische audiovisuelle Märkte ausgerichtet waren, insgesamt noch immer der bedeutendste audiovisuelle Markt im Großraum Europa.
  • Das Vereinigte Königreich erbringt darüber hinaus den größten Anteil am gesamten Angebot an audiovisuellen Diensten in der EU28. Rund ein Viertel aller Fernsehsender (28 %) und kostenpflichtigen Abrufdienste (24 %) hatte dort seinen Sitz.
  • Ende 2018 waren 11.123 Fernsehsender in Europa[1] verfügbar, wovon 5.039 lokale Fernsehsender waren. Darüber hinaus standen in Europa 2.917 Abrufdienste[2] zur Verfügung, einschließlich Dienste mit Sitz außerhalb Europas, die auf die europäischen Märkte ausgerichtet sind; darunter waren 1.624 Catch-up-TV Dienst, 1.081 kostenpflichtige und 212 kostenlose Abrufdienste.
  • Ende 2018 gab es 5.880 Fernsehsender mit Sitz in Europa (ohne lokale Sender), davon 4.470 in der EU28. Die europäischen Regulierungsbehörden erteilten 4.838 Fernsehlizenzen (ohne lokale Lizenzen), davon 3.555 in der EU28. Von den Fernsehsendern mit Sitz in Europa befanden sich 8 % in öffentlichem Eigentum, während 91 % einem privaten Unternehmen gehörten und 1 % in Mischeigentum war (ähnliche Zahlen gelten für die EU28). Rund 28 % der Fernsehsender waren im HD-Format verfügbar, und derselbe Prozentsatz hatte einen Catch-up-TV Dienst im Angebot. Etwa 4 % der Fernsehsender boten eine zeitversetzte Version (identische Werte gelten für die EU28).
  • Von den 968 kostenpflichtigen Abrufdiensten mit Sitz in Europa waren 853 in der EU28 ansässig. Von diesen waren lediglich 2 % im Eigentum öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten und 1 % in Mischeigentum.

Konzentration der Fernsehsender und kostenpflichtigen Abrufdienste mit Sitz in der EU28 | 2018 - nach Anzahl der Dienste und prozentualem Anteil

Quelle: MAVISE Datenbank 2018

2. Kostenpflichtige Geschäftsmodelle dominieren

  • Jeder fünfte Fernsehdienst mit Sitz in Europa 2018 war über digitales terrestrisches Fernsehen (20 %) zugänglich, der Rest konnte über Kabel, Satellit oder Internet-Protokoll-Fernsehen (IPTV) empfangen werden.
  • Die meisten Fernsehsender waren kostenpflichtige oder Premium-Dienste, während 41 % der Sender mit Sitz in Europa frei empfangbar waren. Die Ergebnisse für die EU28 waren ähnlich.
  • Das vorherrschende Geschäftsmodell für kostenpflichtige Abrufdienste waren Video-on-Demand-Abonnements (SVoD) (59 %), sie lagen damit vor transaktionalem Video-on-Demand (TVoD) (41 %).

Aufschlüsselung der Fernsehsender mit Sitz in EUR40 + Marokko nach Zugangs- und Lizenzart | 2018 - nach prozentualem Anteil

Quelle: MAVISE Datenbank 2018

3. Wachsende Präsenz auf andere Märkte ausgerichteter audiovisueller Mediendienste 

  • Beim Fernsehen (Europa n=563; EU28 n=477) war das Vereinigte Königreich 2018 mit Abstand das wichtigste Zentrum für kostenpflichtige Abrufdienste, die sich an ausländische Märkte richten; insgesamt 130 Dienste zielten auf andere europäische Märkte ab, wobei 99 davon allein auf die EU28 gerichtet waren.
  • Mehr als ein Fünftel aller Fernsehsender(21 %; n=917) und über ein Drittel (36 %; n=306) der kostenpflichtigen Abrufdienste mit Sitz in der EU28 richteten sich speziell an andere EU28-Märkte. In Europa bedienten 19 % (n=1.136) der Fernsehsender und 43 % (n=413) der kostenpflichtigen Abrufdienste ausländische Märkte. Sie befanden sich überwiegend im Eigentum großer Rundfunk- und Unterhaltungsunternehmen, von denen die meisten amerikanischer Herkunft sind.
  • Auf das Vereinigte Königreich, die Tschechische Republik und Luxemburg entfielen 69 % aller Fernsehsender, die sich an andere EU28-Märkte richten; 75 % der entsprechenden kostenpflichtigen Abrufdienste hatten ihren Sitz im Vereinigten Königreich, Irland und den Niederlanden.

Die wichtigsten audiovisuellen Medienzentren, die sich in erster Linie an andere EU28-Märkte richten, nach Ländern | 2018 - nach Anzahl der Dienste

Quelle: MAVISE Datenbank 2018

MAVISE DATENBANK

  • [1] Europa umfasst die EU28, Albanien, Armenien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Island, Liechtenstein, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen, die Russische Föderation, die Schweiz, die Türkei und Marokko.

    [2] Die Zahlen für in Europa verfügbare Abrufdienste beinhalten sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Dienste.

     [3] Ebenda

    [4] Siehe Fußnote 2


Feststellung und Kennzeichnung der Nationalität europäischer audiovisueller Werke

Wie bestimmen wir die Nationalität eines Films oder Fernsehprogramms? Die Nationalität eines audiovisuellen Werks kann Wege zur Finanzierung erschließen. Sie kann auch Türen öffnen, dass Film- oder Fernsehinhalte in Rundfunk- oder VoD-Quoten innerhalb Europas aufgenommen werden. Mit der überarbeiteten Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie) und der gerade abgelaufenen Frist für ihre Umsetzung wurden die Pflichtquoten für europäische Werke bei Abrufdiensten bekräftigt. Die Definition der Nationalität kann also ein Schlüssel zum Erfolg sein! Wie machen wir das in Europa?

Die am 15. Oktober 2020 veranstaltete Konferenz brachte Vertreter von Branchenakteuren wie Netflix, Canal+ und Vodafone sowie von Interessengruppen wie CEPI und EFAD, dem belgischen CSA und ISAN (International Standard Audiovisual Number) zusammen.

Folgende Fragen wurden erörtert:

  • Welche unterschiedlichen Ansätze verfolgen die verschiedenen Mitgliedstaaten der EU? 
  • Welche Bedürfnisse haben die verschiedenen Interessenträger?
  • Wäre ein Tool, das Informationen zur Nationalität audiovisueller Werke liefert, realisierbar?

Link zum Video der Konferenz: 
 Assessing and labelling the nationality of European audiovisual works

Präsentation von Francisco Cabrera Blazquez, juristischer Analyst bei der Informationsstelle​​​​​​​:
 "Of apples and pears: the concepts of "nationality" and "European works" 

 Präsentation von Julio Talavera, Analyst für Filmindustrie bei der Informationsstelle 
 "Stakeholders, identifiers and databases"

Link zum Bericht: ​​​​​​​
 "Mapping of the regulation and assessment of the nationality of European audiovisual works"

Wir empfehlen Wir empfehlen

IRIS Newsletter – unsere jüngsten rechtlichen Beobachtungen

Der IRIS Newsletter berichtet monatlich über die wichtigsten rechtlichen Entwicklungen für die audiovisuelle Industrie in 39 europäischen Ländern.
In mehr als 30 kurzen Artikeln gibt er regelmäßig und kostenlos einen Überblick über das Geschehen auf nationaler und internationaler Ebene. Der Newsletter ist eine unverzichtbare Publikation für alle Entscheidungsträger und Experten im audiovisuellen Sektor, die wir erstellt haben, um den Informationsfluss und die Transparenz in diesem Sektor zu verbessern.

Top Workshop Top Workshop

Künstliche Intelligenz in der audiovisuellen Industrie

Wie auch in anderen Sektoren kündigt die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der audiovisuellen Industrie wahrscheinlich einen Paradigmenwechsel an, da sie die gesamte Wertschöpfungskette verändern kann.
Die Beobachtungsstelle wollte diese Auswirkungen näher untersuchen und widmete ihren jährlichen Workshop im Dezember 2019 der Diskussion über die Chancen und Herausforderungen, die die künstliche Intelligenz im audiovisuellen Sektor, insbesondere im journalistischen Bereich und im Filmsektor, mit sich bringt.

COVID-19-MASSNAHMEN IM AUDIOVISUELLEN SEKTOR COVID-19-MASSNAHMEN IM AUDIOVISUELLEN SEKTOR

Wir verfolgen Unterstützungsmaßnahmen für die audiovisuelle Industrie

AVMSD Übersichtstabelle AVMSD Übersichtstabelle

Wir zeigen die Umsetzung der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste in der EU auf

Letzte Aktualisierung: 09/11/2020

Kostenpflichtige Dienste Kostenpflichtige Dienste

Jahrbuch-Online-Service 2020/2021

Die BESTE DATENQUELLE zu • Fernsehen • Kino • Video • audiovisuellen Abrufdiensten in 40 europäischen Länder und Marokko

Veröffentlicht: 17/11/2020

►287 Tabellen mit mehr als 25 000 Daten
► 40 Länderprofile
► Daten von 2015 bis 2019

Mehr

Preis:  370 €
(weitere Infos zum Preis/zur Bestellung hier)


Datenbank zu Studien und Daten der europäischen Filmagenturen
Unsere monatliche Zussamenfassung Unsere monatliche Zussamenfassung

Bleiben Sie auf dem Laufenden und abonnieren Sie unsere monatliche Zusammenfassung mit Informationen über unsere neuesten Veröffentlichungen.

Um sich in unsere Mailingliste einzutragen: email Alison Hindhaugh

 oder per Telefon:
+ 33 (0) 3 90 21 60 10 (direct)

Veranstaltungen und Termine Veranstaltungen und Termine

In unserem Veranstaltungskalender finden Sie aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen der Informationsstelle sowie zu Veranstaltungen, an denen unsere Experten teilnehmen.

 Hier klicken

        

  Link zum Video