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EU verliert nach dem Brexit 14% des europäischen Fernsehwerbemarktes

Die Verschiebungen in den audiovisuellen Märkten Europas nach dem Brexit verstehen - dank des neuen Online-Jahrbuchs der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle!
Strassburg, Frankreich 17. November 2020
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EU verliert nach dem Brexit 14% des europäischen Fernsehwerbemarktes

Mit dem Brexit wird das Vereinigte Königreich zu einem mächtigen europäischen, aber nicht zur EU gehörenden Akteur auf den weltweiten audiovisuellen Märkten. Wie lassen sich die seismischen Verschiebungen in den europäischen Märkten nach dem Brexit einordnen? Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle hat gerade die Ausgabe 2020/2021 ihres Online-Jahrbuchs veröffentlicht. Mit seiner Berichterstattung über 40 europäische Länder und Marokko bietet das Jahrbuch einen einzigartigen Überblick über das Geschehen im audiovisuellen Sektor mit

  • 287 Tabellen
  • 40 Länder-Datenblättern
  • Diese neue Ausgabe 2020/20201 umfasst die Daten von 2015 bis 2019

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Welche neuen Veränderungen können wir also nach dem Brexit in den Medienmärkten erwarten?

Die EU verliert einen zentralen Standort für Fernsehsender.

Das Vereinigte Königreich war bislang das wichtigste Zentrum für die Ansiedlung von Fernsehsendern in der EU. Zu den weiteren Ländern außerhalb der Europäischen Union, in denen eine große Anzahl an Fernsehsendern ihren Sitz hat, gehören Russland und die Türkei sowie, in geringerem Umfang, die Schweiz, Albanien und Georgien.

Europäische Sender mit Sitz außerhalb der Europäischen Union (proforma, 2019)


Hinweis: Umfasst alle europäischen Länder, die Mitglieder der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle sind
Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle / Datenbank MAVISE

Durch den Brexit verliert die Europäische Union 14% des europäischen Fernsehwerbemarktes.

Das Gewicht der Europäischen Union auf dem europäischen audiovisuellen Markt schwindet offensichtlich mit dem Brexit. So bleiben ihr nur 73% des europäischen Marktes gegenüber 87% vor dem Brexit.

Durch den Brexit verliert die Europäische Union 11% ihrer Pay-TV-Abonnenten und 23% ihrer SVoD-Abonnenten.

Aber das Vereinigte Königreich wird nach dem Brexit zu einem sehr vielfältigen Club gehören. 

Die europäischen Länder außerhalb der Europäischen Union haben in Bezug auf Medienkonzentration sehr unterschiedliche Profile. Der Zuschaueranteil der großen Fernsehsenderfamilien ist etwas niedriger als in der EU, mit starken Schwankungen von Land zu Land.

Zuschaueranteil der 4 wichtigsten Senderfamilien (%, 2019)

Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle - Auswertung von Glance-Daten

Das Jahrbuch 2020/2021: Alle zentralen Daten zum Verständnis der Marktverschiebungen in Europa nach dem Brexit

 


Feststellung und Kennzeichnung der Nationalität europäischer audiovisueller Werke

Wie bestimmen wir die Nationalität eines Films oder Fernsehprogramms? Die Nationalität eines audiovisuellen Werks kann Wege zur Finanzierung erschließen. Sie kann auch Türen öffnen, dass Film- oder Fernsehinhalte in Rundfunk- oder VoD-Quoten innerhalb Europas aufgenommen werden. Mit der überarbeiteten Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie) und der gerade abgelaufenen Frist für ihre Umsetzung wurden die Pflichtquoten für europäische Werke bei Abrufdiensten bekräftigt. Die Definition der Nationalität kann also ein Schlüssel zum Erfolg sein! Wie machen wir das in Europa?

Die am 15. Oktober 2020 veranstaltete Konferenz brachte Vertreter von Branchenakteuren wie Netflix, Canal+ und Vodafone sowie von Interessengruppen wie CEPI und EFAD, dem belgischen CSA und ISAN (International Standard Audiovisual Number) zusammen.

Folgende Fragen wurden erörtert:

  • Welche unterschiedlichen Ansätze verfolgen die verschiedenen Mitgliedstaaten der EU? 
  • Welche Bedürfnisse haben die verschiedenen Interessenträger?
  • Wäre ein Tool, das Informationen zur Nationalität audiovisueller Werke liefert, realisierbar?

Link zum Video der Konferenz: 
 Assessing and labelling the nationality of European audiovisual works

Präsentation von Francisco Cabrera Blazquez, juristischer Analyst bei der Informationsstelle​​​​​​​:
 "Of apples and pears: the concepts of "nationality" and "European works" 

 Präsentation von Julio Talavera, Analyst für Filmindustrie bei der Informationsstelle 
 "Stakeholders, identifiers and databases"

Link zum Bericht: ​​​​​​​
 "Mapping of the regulation and assessment of the nationality of European audiovisual works"

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Letzte Aktualisierung: 09/11/2020

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Veröffentlicht: 17/11/2020

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