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Durchschnittliches Budget europäischer Spielfilme liegt 2018 bei 1,93 Mio. EUR

Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht neuen kostenlosen Bericht zur Finanzierung 2018 veröffentlichter europäischer Spielfilme
Straßburg, Frankreich 18. Februar 2021
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Durchschnittliches Budget europäischer Spielfilme liegt 2018 bei 1,93 Mio. EUR

'Fiction film financing in Europe - 2020 Edition' hier herunterladen 

Dieser neue Bericht stellt fest:

  • Das mittlere Budget eines 2018 angelaufenen europäischen Kinospielfilms beträgt EUR 1,93 Mio.
  • Die beiden wichtigsten Finanzierungsquellen sind eindeutig direkte öffentliche Förderung und Investitionen von Rundfunkveranstaltern, welche 26 % beziehungsweise 21 % der Gesamtfinanzierung ausmachen.
  • Der prozentuale Anteil der direkten öffentlichen Förderung an der Filmfinanzierung nimmt mit zunehmender Marktgröße und zunehmendem Budgetvolumen ab.

Gestützt auf eine faktische Budgetanalyse von 568 europäischen Realspielfilmen, die 2018 angelaufen sind, ist dies wahrscheinlich die größte derzeit verfügbare aktuelle europäische Datenauswahl zur Analyse der Finanzierung europäischer Spielfilme. Der vorliegende Bericht ist das Ergebnis einer umfangreichen Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle als Teil des Europarats in Straßburg und dem EFARN-Netzwerk (European Film Agency Research Network). Er wurde von Martin Kanzler, dem stellvertretenden Abteilungsleiter der Informationsstelle für Marktinformationen verfasst.

Der Bericht soll eine Momentaufnahme konkreter jährlicher Zahlen bieten, wie europäische Kinospielfilme finanziert werden. Diese Analyse bietet eine ganzheitliche gesamteuropäische Perspektive und ergänzt Arbeiten, die auf nationaler Ebene ausgeführt wurden. Sie gewährt einzigartige, auf Tatsachen gestützte Einblicke in ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Fragen, von einer Quantifizierung des durchschnittlichen Budgets europäischer Kinospielfilme bis hin zur Bedeutung individueller Finanzquellen.

Budgets von Kinospielfilmen in Europa

Laut betrachteter Datenauswahl beträgt das durchschnittliche Budget eines 2018 angelaufenen europäischen Kinospielfilms EUR 3,16 Mio., während sich das mittlere Budget der Auswahl auf EUR 1,93 Mio. beläuft. Durchschnittliche Budgets unterscheiden sich jedoch stark von Land zu Land. Es ist nicht verwunderlich, dass durchschnittliche Budgets in größeren Märkten höher und in Länder mit geringerem Zuschauerpotenzial niedriger sind, da die Verwertung auf nationalen Märkten für die meisten Filme nach wie vor entscheidend ist. Das mittlere Budget für europäische Spielfilme aus Deutschland, Frankreich, Italien oder dem Vereinigten Königreich (den großen Märkten in dieser Auswahl) beläuft sich 2018 auf EUR 2,8 Mio., verglichen mit EUR 1,7 Mio. für Spielfilme, die in einem europäischen Markt mittlerer Größe produziert wurden, und EUR 1,2 Mio. für Spielfilme von kleinen Märkten.

Finanzierungsstrukturen für Kinospielfilme in Europa

2018 stützt sich die Finanzierung europäischer Kinospielfilme weiterhin in erster Linie auf fünf Finanzierungsquellen: direkte öffentliche Förderung, Investitionen von Rundfunkveranstaltern, Investitionen von Produzenten, Vorabverkäufe und steuerliche Anreize. Die beiden wichtigsten Finanzierungsquellen sind eindeutig direkte öffentliche Förderung und Investitionen von Rundfunkveranstaltern, welche 26 % beziehungsweise 21 % der Gesamtfinanzierung ausmachen.
Es scheint zwischen den Ländern jedoch wesentliche strukturelle Unterschiede bei der Frage zu geben, wie Kinospielfilme finanziert werden. Einige dieser Unterschiede stehen offensichtlich im Zusammenhang mit der Marktgröße.
Die beiden augenfälligsten Unterschiede betreffen direkte öffentliche Förderung und Vorabverkäufe. Die Daten besagen eindeutig, dass das Gewicht direkter öffentlicher Förderung bei der Filmfinanzierung mit zunehmender Marktgröße sinkt und umgekehrt. Während öffentliche Förderung in den vier größten Beispielmärkten lediglich für 20 % der Gesamtfinanzierung stand, machte sie 43 % in mittelgroßen und 54 % in kleinen Beispielmärkten aus.
Im Gegensatz dazu nimmt die Bedeutung von Vorabverkäufen (außer denen an Rundfunkveranstalter) als Finanzierungsquelle mit der Marktgröße ab. Vorabverkäufe sind eher in großen Märkten von Bedeutung, wo sie 2018 17 % im Vergleich zu „nur“ 8 % in mittelgroßen und kleinen Beispielmärkten ausmachen.

Methodik

Die vorliegende Analyse stützt sich auf eine Datenauswahl, welche detaillierte Finanzierungspläne für 568 europäische Realspielfilme, die 2018 in den Kinos anliefen, aus 23 europäischen Ländern umfasst. Die Datenauswahl beinhaltet sowohl rein nationale Produktionen als auch Koproduktionen mit europäischer Mehrheitsbeteiligung. Es geht um ein Gesamtfinanzierungsvolumen von EUR 1,80 Milliarden. Geschätzt erfasst die Datenauswahl 49 % aller 2018 gestarteten europäischen Spielfilme.


Ein Spotlight auf das neue Digital Services Act Package Ein Spotlight auf das neue Digital Services Act Package

2019 hat die Europäische Kommission die Verabschiedung eines umfassenden Regulierungspakets, des sogenannten Gesetzespakets zu digitalen Diensten (DSA), auf den Weg gebracht. Zwei neue Verordnungsvorschläge wurden am 15. Dezember 2020 veröffentlicht und zielen darauf ab, den aktuellen Rechtsrahmen für digitale Dienste zu modernisieren. An einem wichtigen Punkt in den Diskussionen über diesen neuen Rechtsrahmen organisieren wir eine Webinar-Reihe zu spezifischen Themen, bei denen sich eine hohe Komplexität im Zusammenspiel zwischen dem DSA-Paket und den bestehenden Regulierungsinstrumenten zeigt. Wir möchten damit zu einem strukturierten Austausch zwischen den Interessenträgern beitragen, wobei das Team der Informationsstelle als Moderator für die Diskussion fungiert.

 Melden Sie sich hier zur Teilnahme an.

Eine erste Einführungskonferenz fand am 11. Februar statt. Hier ist der Film von dieser ersten Konferenz: 
Das neue Gesetzespaket zu digitalen Diensten: ein Paradigmenwechsel?

Nachfolgend finden Sie die Themen der verschiedenen Webinare.

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