Neueste Nachrichten Neueste Nachrichten
Weitere Nachrichten Weitere Nachrichten
Zurück

Neuer IRIS Plus-Bericht : Die europäische audiovisuelle Industrie in den Zeiten von COVID-19

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht einen Überblick über die COVID-19-Maßnahmen
Strassburg, Frankreich 22. September 2020
  • Diminuer la taille du texte
  • Augmenter la taille du texte
  • Imprimer la page
  • Imprimer en PDF
Neuer IRIS Plus-Bericht : Die europäische audiovisuelle Industrie in den Zeiten von COVID-19

"Die europäische audiovisuelle Industrie in den Zeiten von COVID-19". Neuer IRIS Plus-Bericht hier herunterladen

Die Welt durchlebt derzeit eines der klassischen Alptraumszenarien, von denen die meisten von uns dachten, sie würden auf Filme und Fernsehserien beschränkt bleiben: Eine globale Pandemie, wie wir sie noch nie zuvor erlebt haben. Und die Film- und Fernsehindustrie, ja die gesamte Kreativbranche wurde von den Lockdown-Maßnahmen massiv betroffen. Aber es wurden auch andere Maßnahmen auf den Weg gebracht: Die audiovisuellen Industrien halten in der COVID-19-Krise dagegen. Regierungen, Kultureinrichtungen und Vertreter der Industrie haben Unterstützungsmaßnahmen ergriffen, um den Sektor durch die Krise zu bringen, bisweilen mit erheblichen Unterschieden zwischen den Ländern. Auf gesamteuropäischer Ebene verständigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU am 21. Juli 2020 auf ein umfassendes Konjunkturprogramm für Europa und einen aufgestockten langfristigen EU-Haushalt, der den Weg aus der Krise weist und die Grundlagen für ein modernes und nachhaltigeres Europa schafft. Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle als Teil des Europarats in Straßburg hat gerade einen neuen kostenlosen IRIS plus Bericht veröffentlicht: Die europäische audiovisuelle Industrie in den Zeiten von COVID-19
Dieser neue Bericht bietet einen verständlichen vergleichenden Überblick über diese Unterstützungsmaßnahmen in Europa. Er flankiert den Online-Tracker der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle, der die meisten dieser Maßnahmen in tabellarischer Form enthält. Die Informationsstelle hat darüber hinaus eine Online-Veranstaltung über die Auswirkungen der Corona-Krise auf den audiovisuellen Sektor während des Cannes Marché du Film mit Live-Beiträgen von Vertretern der verschiedenen Branchen organisiert.
Die Autoren beschreiben zu Beginn die audiovisuelle Landschaft vor COVID-19 mit den unterschiedlichen Stärken und Schwächen der verschiedenen Sektoren. Danach gehen sie auf die unmittelbaren Schockwirkungen der Pandemie und die eingeleiteten Notfallmaßnahmen ein. Es folgt eine Reflexion über die Risiken einer zunehmend systemischen Krise, wobei die Anfälligkeit kleinerer Kinos, die im freien Fall befindlichen TV-Werbeeinnahmen und die rückläufigen verfügbaren Mittel der Verbraucher für ein „Unterhaltungsbudget“ als Schlüsselfaktoren hervorgehoben werden. 
Kapitel zwei konzentriert sich auf Maßnahmen, die von der EU und auf internationaler Ebene ergriffen wurden. In dieser Zeit der Krise wurden sehr konkrete und praktische Unterstützungsmaßnahmen ergriffen. Beispiele dafür sind die Lockerung der Regeln für staatliche Beihilfen durch die Europäische Kommission mittels eines so genannten „Befristeten Rahmens“, der den Ländern deutlich mehr Spielraum lässt, welche Unterstützung sie der audiovisuellen Industrie zukommen lassen. Die Gewährleistung der Meinungs- und Informationsfreiheit in Bezug auf die Pandemie war ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt von Organisationen wie dem Europarat, der UNO oder der OSZE, die die Notwendigkeit des Schutzes dieser Rechte als wichtige Faktoren der öffentlichen Gesundheit unterstrichen haben, um Verschweigung und Desinformation zu bekämpfen. 
Kapitel drei geht im Detail auf die Palette der nationalen Maßnahmen ein, die zur Unterstützung des audiovisuellen Sektors in der Krise eingeführt wurden. Diese reichen von Entscheidungen der nationalen Parlamente über Unterstützungsmaßnahmen oder eine Lockerung der Rückzahlungsbedingungen und -fristen, zum Beispiel durch nationale Filmagenturen, und über Medienkompetenzkampagnen nationaler Regulierungsbehörden bis hin zu den Content-Management-Organisationen, die neue Soforthilfemittel auflegen und Auflagen und Fristen im Zusammenhang mit der Tantiemenverteilung lockern. Dieses Kapitel enthält zudem Schlüsselzahlen zu Anzahl und Art dieser Maßnahmen je Sektor. 
Kapitel vier unterstreicht, dass die audiovisuellen Industrien selbst die Entwicklung von Unterstützungsmaßnahmen vorangetrieben haben, die auf ihre vorrangigen Bedürfnisse und Anliegen zugeschnitten sind, welche sich von Land zu Land sehr unterscheiden. Im Bereich der Film- und Fernsehproduktion wurden zum Beispiel verschiedene Arten von Unterstützung für den Sektor bereitgestellt, und gesamteuropäische und nationale Interessengruppen haben sehr schnell praktische Sicherheitsregeln und Richtlinien für Dreharbeiten für die Zeit festgelegt, wenn die Arbeiten tatsächlich wieder aufgenommen werden. Der Vertriebssektor hat Maßnahmen wie eine Erhöhung und frühere Auszahlung von Subventionen für Vertriebsunternehmen, zusätzliche Unterstützung, um die Verluste auszugleichen, die zum Beispiel durch den Aufschub von Kinostarts entstehen, und staatlich geförderten Zugang zu Krediten gefordert. Unter anderem haben Kinobetreiber Gutscheinsysteme für Eintrittskarten eingeführt, um während des Lockdowns Einnahmen zu generieren.
Die Autoren schließen mit der Feststellung, dass einige Sektoren wie VoD vom erhöhten Inhaltekonsum während des Lockdowns profitiert haben, während andere ihre Verluste berechnen, die in der Tat beträchtlich zu sein scheinen. Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle wird weiterhin die Auswirkungen von COVID-19 auf Film, Fernsehen und VoD in Europa erfassen und messen.

 


workshop workshop
Strassburg, Frankreich, Online-Workshop 10. Dezember 2020
  • Diminuer la taille du texte
  • Augmenter la taille du texte
  • Imprimer la page
  • Imprimer en PDF

Diversität und Inklusion in der europäischen audiovisuellen Industrie - auf der Leinwand und hinter der Kamera

Höhepunkte des Workshops

  • Session 1 – „Diversität und Inklusion Off-Screen” wird sich mit Unterrepräsentation hinter der Kamera befassen. Wie ist die Situation hinter Bildschirm und Leinwand? Wie inklusiv ist die Welt von Film und Fernsehen? Themen sind auch gleiche Beschäftigungsbedingungen und Ausbildungsmöglichkeiten für Minderheiten und unterrepräsentierte Gruppen.
  • Session 2 – „Diversität und Inklusion On-Screen” wird sich auf die besten Wege zur Förderung von Inklusion und Nichtdiskriminierung auf der Leinwand/im Rundfunk konzentrieren. Themen sind unter anderem bewährte Verfahren zur tatsächlichen Messung der Wahrnehmung von Diversität und Inklusion auf der Leinwand und im Rundfunk, die Frage, wie Filmfonds eine breitere Diversität auf der Leinwand fördern, sowie langfristige Strategien der Rundfunkveranstalter zur Förderung von Diversität und Inklusion im Rundfunk. 

Datum: Donnerstag, 10. Dezember, 15-17:30 Uhr 

Präsentationen

Session 1-  „Diversität und Inklusion Off-Screen”

 UK diversity data: methods and resultsAmy Turton, Project Manager, Creative Diversity Network, Diamond

 The gender pay gap: good practices against inequalityPauline Durand-Vialle, CEO, FERA - Federation of European Screen Directors

  Highlights from the “Good Practice Handbook”Daphne Tepper, Director, UNI Europa

Session 2 - „Diversität und Inklusion On-Screen”

 IntroductionSophie Valais, Senior Legal Analyst, EAO

 Promoting D&I on-air: a comprehensive and long-term strategyMiranda Wayland, Head of Creative Diversity at BBC

 Assessing the perception of diversity on TV: the CSA BarometerGéraldine Van Hille, Head of Department for Social Cohesion Missions, CSA, France

Wir empfehlen Wir empfehlen

Das Online-Yearbook 

Die beste Datenquelle zu:
Fernsehen • Kino • Video • audiovisuellen Abrufdiensten in 40 europäischen Länder und Marokko

  • 287 Tabellen mit mehr als 25 000 Daten
  • 40 Länderprofile
  • Die neue Ausgabe 2020/20201 umfasst die Daten von 2015 bis 2019

Weitere Informationen zum Preis und zur Bestellung

Wir empfehlen Wir empfehlen

LUMIERE VOD

Eine neues Update des europäischen Filmverzeichnisses LUMIERE VOD liefert Daten 

  • zur Präsenz von 41.550 europäischen Filmtiteln in 367 verschiedenen VoD-Katalogen,
  • die Ende August 2020 472.180 Filmpräsenzen ausweisen. 

Dieses frei zugängliche Verzeichnis wird durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Kommission unterstützt.

COVID-19-MASSNAHMEN IM AUDIOVISUELLEN SEKTOR COVID-19-MASSNAHMEN IM AUDIOVISUELLEN SEKTOR

Wir verfolgen Unterstützungsmaßnahmen für die audiovisuelle Industrie

AVMSD Übersichtstabelle AVMSD Übersichtstabelle

Wir zeigen die Umsetzung der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste in der EU auf

Letzte Aktualisierung: 25/02/2021

Kostenpflichtige Dienste Kostenpflichtige Dienste

Jahrbuch-Online-Service 2020/2021

Die BESTE DATENQUELLE zu • Fernsehen • Kino • Video • audiovisuellen Abrufdiensten in 40 europäischen Länder und Marokko

Veröffentlicht: 17/11/2020

►287 Tabellen mit mehr als 25 000 Daten
► 40 Länderprofile
► Daten von 2015 bis 2019

Mehr

Preis:  370 €
(weitere Infos zum Preis/zur Bestellung hier)


Datenbank zu Studien und Daten der europäischen Filmagenturen
Unsere monatliche Zussamenfassung Unsere monatliche Zussamenfassung

Bleiben Sie auf dem Laufenden und abonnieren Sie unsere monatliche Zusammenfassung mit Informationen über unsere neuesten Veröffentlichungen.

Um sich in unsere Mailingliste einzutragen: email Alison Hindhaugh

 oder per Telefon:
+ 33 (0) 3 90 21 60 10 (direct)

Veranstaltungen und Termine Veranstaltungen und Termine

In unserem Veranstaltungskalender finden Sie aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen der Informationsstelle sowie zu Veranstaltungen, an denen unsere Experten teilnehmen.

 Hier klicken

        

  Link zum Video